Schierke l Der Winterdienst im Ortsteil Schierke hat am Mittwochabend für Diskussionen im Ortschaftsrat gesorgt. Einwohner klagten in der Sitzung über Probleme mit dem Schnee. Im Brockenort seien zwar alle Straßen während der schneereichen Ferienwochen gut geräumt gewesen, betonte Achim Koch. Es gebe aber Straßen und Treppen, die von Einwohnern und Gästen rege genutzt, aber nicht von Schnee und Eis befreit werden. "Ich verstehe nicht, warum stattdessen an den die Bushaltestellen an der Sandbrinkstraße der Schnee geschoben wird, die noch nicht genutzt werden", so Koch. Auch andere plädierten dafür, weitere Straßen und Wege in den Winterdienstplan aufzunehmen.

Schierkes Ortsbürgermeisterin Christiane Hopstock (CDU) kennt die Probleme. "Ich habe ständig Anrufe bekommen." Ihr Urteil zum Winterdienst: "So geht es nicht weiter." Bei 1,5 Millionen Touristen pro Jahr und rund 200000 Übernachtungen müsse der Winterdienst ausgeweitet werden - zum Beispiel auf Zugänge zum sowie Wege und Treppen im Kurpark.

Im Winter müssten kurze Umwege in Kauf genommen werden, betont hingegen Wernigerodes Bauhofchef Torsten Friedrich. Der Winterdienst werde nach den Vorgaben der Straßenreinigungssatzung erledigt. Zwischen 4 und 20 Uhr würden die Straßen geräumt, erklärte er auf Volksstimme-Nachfrage. "Über die Häufigkeit entscheidet der Einsatzleiter nach Bedarf."

Im Oktober hätten er und der Vorarbeiter in Schierke, Armin Ludwig, über den Winterdienst informiert. Abstimmungsbedarf gebe es sicherlich wegen der neuen Verkehrsbeziehungen im Ort. "Wir müssen feststellen, was wir zusätzlich bedienen sollten. Doch das geht nicht von heute auf morgen." Wenn es Probleme gebe, seien der Bauhof und seine Mitarbeiter jederzeit ansprechbar. Allerdings hätten diese wenig Spielraum. "Wenn im Ort mehr getan werden soll, geht das nur über eine Sondersatzung für Schierke", so Friedrich.

Den Vorschlag griff Christiane Hopstock auf. Dazu sollten sich die Verantwortlichen von Stadtverwaltung und Ortschaftsrat zusammensetzen. Die Schierker würden keineswegs zu viel verlangen, betonte die Bürgermeisterin: "Wir haben keine hohen Ansprüche. Wir möchten aber, dass sich die Gäste hier wohlfühlen."