Das Naturbad in Trautenstein wird zu einem Teich, in dem nicht mehr gebadet werden darf. Das hat der Ortschaftsrat am Mittwoch beschlossen.

Trautenstein l Aus dem Trautensteiner Naturbad soll ein naturnaher Teich werden. Das hat der Ortschaftsrat am Mittwochabend beschlossen. "Das ist es, was wir gewollt haben", sagte Ratsmitglied Ulrich Kallenbach (Bürgerfraktion) mit Blick auf die Vorgeschichte.

Die Weichen für die Entscheidung waren bei einer Einwohnerversammlung im Januar und der außerordentlichen Ortschaftsratssitzung im Februar gestellt worden (Volksstimme berichtete). Weil niemand den Betrieb des Bades ehrenamtlich übernehmen wollte, muss die Badestelle offiziell geschlossen werden - einen anderen Weg gab es nicht. Die Verwaltung wurde beauftragt zu prüfen, ob das Bad zum "Gewässer mit ortsbildendem Charakter" werden könnte - zu einem Naherholungsgebiet mit einem naturnahen Teich.

Das geht, sagte Bauamtsleiter Dieter Bock im Dorfgemeinschaftshaus. Dazu muss nun eine neue Genehmigung für die Entnahme von Wasser aus dem Dammbach beantragt werden - die Untere Wasserbehörde habe bereits signalisiert, dass dies möglich sei. Über eine Drosselanlage müsse künftig der Wasserzufluss auf zwei Liter pro Sekunde verringert werden. "Die große Menge, die wir zuvor entnommen haben, war der bisher nötigen Qualität des Wassers geschuldet", so der Bauamtsleiter.

Ein weiterer Punkt auf der Liste: Der Steg muss zurückgebaut werden. Dass Baden ist künftig nicht mehr erlaubt ist, sollen Schilder verdeutlichen. "Jetzt haben wir klare Verhältnisse", sagte Oberharz-Bürgermeister Frank Damsch (SPD).