Den Ernstfall einer Explosion mit Rettung von Menschen aus verrauchten Räumen haben 30 Spezialkräfte aus vier Oberharzer Feuerwehren geübt. Samt einem "Flash Over" - alles mit Erfolg.

Elbingerode l Erst knallt es so plötzlich, hart und laut, dass selbst vorbereitete Brandschützer zucken und Vögel auffliegen. Dann schießt eine orangefarbene Flamme mitten aus dem Waldboden. Sekunden später wabern Nebelschwaden aus Bunker und Ruinen ...

So beginnt die Einsatzübung "Atemlos" für die Träger von Atemschutzgeräten der Feuerwehren Elend, Tanne, Benneckenstein und Elbingerode. Um die 30 Kameraden sammeln sich am Sonnabendmorgen an den Ruinen des Betriebes Büchenberg und an einem Bunker nahe der Bundesstraße. Unter Führung von Ingo Nehmke (Benneckenstein), Kreisausbilder für Atemschutzgeräteträger, sowie Elbingerodes Wehrleiter Volker Deicke und weiterer Kameraden nimmt die Übung ihren Lauf.

Pyrotechniker Sven Herschel sorgt für "gewaltige Effekte", wie es Elbingerodes Vizewehrleiter Ronald Danker formuliert, um die Ausbildung so realitätsnah wie möglich zu gestalten. Dann steigen die Trupps mit Schutzanzug, Atemgerät und Maske in völlig verqualmte Räume. "Dabei gilt es erst einmal, sich zu orientieren, was gar nicht so leicht ist", erläutern Deicke und Danker. Dann galt es, in all dem Rauch Brandherde aufzuspüren und zu bekämpfen, Menschen (Dummies) zu retten. Und um die Anforderungen noch zu erhöhen, gibt es einen "Flash Over", eine Durchzündung des gesamten Brandraumes. Der Rauch wird dichter, die Arbeit noch schwieriger.

Geschafft, keuchend, aber wohlbehalten und mit erfülltem Auftrag kommen die Kameraden nach und nach wieder aus den Übungsräumen und blinzeln in die Frühlingssonne. "Innenangriff und schnellstmögliche Personenrettung", fasst Ronald Danker die Aufgabe zusammen. Sie sei erfüllt worden.

Kreisausbilder Nehmke bescheinigt der Übung Erfolg. Verlauf, Aktion und Gesund-erhaltung der Brandlöscher selbst seien "sehr gut", sagt Nehmke mit Dank an Elbingerodes Feuerwehr als Gastgeberder Spezialübung, während die einzelnen Feuerwehren in ihre Heimat-Gerätehäuser fahren.

 

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