Ein Holzturm steht mitten auf dem Wanderweg bei Elbingerode. Er dient der Belüftung der Büchenberg-Grube und hilft vielen Fledermäusen, die im Büchenberg überwintern.

Elbingerode l Bergbaufreunde haben nicht nur ein Herz für die Berge von unten, sondern offensichtlich auch für Tiere, speziell Fledermäuse. Deren beliebtestes Winterquartier in der Grube Büchenberg ist mit einer Einflughilfe in Form eines Holzturmes versehen worden.

Grund für den zunächst rätselhaft anmutenden Bau waren Sicherheitsprobleme an einem alten Stollen für die Belüftung, der Bergmann sagt Bewetterung, unterirdischer Räume. Ein Stollen nahe dem Waldort "Schacht 3" bei Elbingerode musste verfüllt werden, wie Annemarie Müller vom Verein der Bergbaufreunde Elbingerode/Harz mitteilte. Damit wären jedoch zahlreiche Fledermäuse von ihrem Winterquartier in Teilen der Grube Büchenberg abgeschnitten worden. Die Grube gelte als eines der größten Zufluchtsorte der Tiere in Deutschland, so der Verein.

Deshalb wurde ein 1,80 Meter breiter neuer Schacht 30 Meter in die Tiefe getrieben und oben mit einem Holzturm umbaut. "Dieser Turm steht nun mitten auf dem Bergbaulehrpfad, und gab ersten Wanderern Rätsel auf", berichtet Annemarie Müller. Um seinen Sinn zu erklären und den Lehrpfad attraktiver zu machen, brachte Vereinsgründungsmitglied und Malerin Angela Peters Tafeln mit heimischen Fledermausarten an. So für die Nord- und für die Fransenfledermaus. Der Verein dankt Peters und der Firma Weku Derenburg für deren Unterstützung. So gebe die Einflughilfe und Belüftung nun keine Rätsel mehr auf.

Vor dem Turmbau haben die Bergbaufreunde bereits bei anderen Arbeitseinsätzen viel Windbruch beseitigt, Stollen gesäubert, Treppenstufen erneuert. Auch ein Besuch im Landtag wurde auf Einladung des Landtagsabgeordneten Dr. Ronald Brachmann (SPD) mit einer anschließenden Diskussion absolviert. Die Harzer besuchten den Dom und das Hundertwasserhaus in Magdeburg.

Der Verein liege mit seinen Aktionen im Plan und habe viel geschafft, hieß es. Davon könnten sich Wanderer auf dem nun neu hergerichteten Bergbaulehrpfad gerne überzeugen.

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