Heudebers Karnevalsclub "HCC" beendete mit seiner insgesamt sechsten Veranstaltung die Faschingssaison. In diesem Jahr feiern die Jecken um Vereinsvorsitzenden Dirk Rochlitzer ihr 30-jähriges Bestehen. Nach Veranstaltungen in Trautenstein liefen sie zu Hause in Heudebers "Sportlerheim" noch einmal zur Höchstform auf. "Heulaf!"

Heudeber. Wenn Faschings-Urgestein "Motze" in die Bütt steigt, bleibt kein Auge trocken. Ist es doch für Jürgen Poppendieck mit ganz wenigen Unterbrechungen mittlerweile schon die 43. Sitzung. Entsprechend hoch waren am Sonn-abend auch wieder die in ihn gesteckten Erwartungen. Nachdem er bei der Weiberfastnacht über die "Spezies Mann" hergefallen war, gab es dieses Mal verbale Rundumschläge in alle Richtungen.

Seine Partnerin Angela Ernst warf ihm wie gewohnt ein paar Stichworte zu, und dann sprudelte es aus dem 63-Jährigen nur noch so heraus. "Motze" ist eine wandelnde Witze-Datenbank auf zwei Beinen. In der Bütt ist der Vorruheständler in seinem Element: "Ich bin eine Witzfigur durch und durch", behauptet er von sich selbst. Und das ist alles andere als eine Übertreibung: "Was ist ein original italienisches Toilettenbecken? Ein Römertopf!"

Traditionsgemäß waren Heudebers Jecken sich an die Nase fassend "eingeschworen" worden. Gilt es doch "stets mitzuklatschen, die Nachbarin nicht pausenlos anzutatschen und bei den Büttenreden ordentlich zuzuhören": "Das schwöre ich dem HCC und sage Heulaf!"

Zwischendurch stimmten die über 120 Gäste im ausverkauften Saal mit ein: "Halleluja! Wir sind 30 Jahr. Das Paradies ist längst schon da!" Zuvor war der junge Jan Straub in die Bütt gestiegen: "Unseren täglichen Sprit gib uns heute und vergib uns unsere Geschwindigkeitsüberschreitung. In Ewigkeit. Amen."

In Erinnerung blieb zudem der Freudsche Versprecher des Sitzungspräsidenten Ullrich Hartmann: Ich begrüße herzlich den Bürgermeister und seine charmante Be-Gattin!"

Doch was wäre der Heudeberaner Karneval ohne die vielen Tanzeinlagen. Die 21-jährige Jessica Tietz tanzt seit sie sechs Jahre alt ist. Unterdessen trainiert sie zweimal wöchentlich die Funkengarde. Deren gekonnte Auftritte begeisterten gleich mehrfach das närrische Publikum, nicht nur mit ihrem Rocker-Medley ("Born to be wilde"). Begeistert wurden auch die süßen Auftritte der von Viola Brandt und Viola Tietz trainierten "Minis" gefeiert: ob als "Pippi Langstrumpf" oder in der höchst originellen Rolle der Marionetten.

So gesehen dürften viele auch in Heudeber die allmählich zu Ende gehende Faschingssaison bedauern. Kopf hoch! Bis zum 11.11. sind es nur noch 250 Tage! Heulaf!

   

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