Das neue touristische Markenzeichen der Oberharzstadt bewährt sich: Der Fichtenzapfen ziert erstmals Prospekte, Gastgeberverzeichnisse und bald Bustickets. Er soll die Einheit und Vielfalt aller zehn Orte auch künftig symbolisieren und erzielt auf Messen bereits eine gute Resonanz.

Elbingerode. Erste Vermieter und Gäste haben ihn schon, und in den neuen Tourist-Informationen von Stiege bis Elend sowie Benneckenstein bis Elbingerode kann ihn jetzt auch jeder sehen: den stilisierten Fichtenzapfen, gelb auf grünem oder braunem Grund.

Er ist das neue Markenzeichen der Stadt Oberharz in Sachen Tourismus, vielleicht auch darüber hinaus, wie Stadtchef Andreas Flügel am Mittwoch in Elbingerode sagte. Er stellte das erste Corporate Design der Stadt (siehe Kasten) mit Touristikern, Desig-nern und Druckern vor.

"Die Idee ist, alle zehn Orte, die nun zusammengehören, gebündelt und modern touristisch zu vermarkten, das geht nur über ein einheitliches Erscheinungsbild", sagt Cathleen Hensel. Deshalb habe der Tourismusbetrieb der Stadt Oberharz, den sie leitet, die Werbeagentur von Anke Duda aus Wernigerode hinzugezogen. Sie sollte ein einheitliches Band finden, das die schönen, ganz unterschiedlichen zehn Orte der Stadt pfiffig verbindet und im hart umkämpften Reisemarkt bestehen kann. "Wir sind umzingelt von Top-Adressen, wie haben nur mit einem modernen Marketing eine Chance", so Andreas Flügel.

"Die erste Frage war, was denn aus Sicht des Gastes hervorstechende Merkmale der Ferienregion Stadt Oberharz sind", erläutern Hensel und Duda. Das seien nicht so sehr Kirchtürme oder Häuser und Feste. "Die Stadt ist ja kein Rummelplatz, sie steht für Natürlichkeit, Ehrlichkeit", so Duda. "Unsere Orte stehen für Natur, Ruhe, auch Besonnenheit, Entschleunigung, das suchen die Urlauber", so Hensel.

Beim Nachdenken über diese Fragen hatten Anke Duda und ihr Kollege Matthias Ramme dann ganz spontan die Idee mit dem Zapfen. Zunächst war es allerdings der einer Kiefer, was wohl einen Aufstand in der Region hervorgerufen hätte, wie die Designer inzwischen wissen. So wurde es ein Fichtenzapfen: Er sei überall in der Stadt Oberharz zu finden und gelte als generell positives Zeichen für Natur, Leben, Ruhe.

"Die Stadt ist ja kein Rummelplatz"

"Mir hat die Zapfen-Idee sofort gefallen, ein erstklassiges Markenzeichen, einfach und passend", sagt Stadtchef Andreas Flügel mit Dank an Gestalter, Drucker und das Team von Cathleen Hensel.

Der stilisierte Zapfen ziert bereits die erste Image-Broschüre der Stadt – mit einer Doppelseite für jeden Ort und als Schmankerl mit einem drei Seiten großen herrlichen Blick über Fichten (mit Zapfen) zum Brocken. Sechs Gastgeberverzeichnisse für die zehn Orte, teils zusammengefasst, gibt es auch schon. Aktuelle Veranstaltungstipps und die Ur-laubsticket-Hefte sind geplant. Ebenso ein Internetauftritt. Seine erste Bewährungsprobe habe das Zapfenlogo sogar schon bestanden, wie die Runde erfreut berichtet.

Bei der Grünen Woche in Berlin sowie Messen in Dresden und Hamburg habe es Aha-Erlebnisse und eine gute Resonanz gegeben. Karola Rößler von der Tourist-Information Elbingerode hat bereits erste Anfragen aufgrund des neuen Prospektes für Urlaub zu Ostern, wie sie auf Volksstimme-Nachfrage sagt. Und noch etwas berichtet sie: Auf der Reisemesse Hamburg wurde Frau Rößler wegen des Logos prompt zur "Königin der Zapfen" gekürt. Übrigens

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