Vor den Toren der Stadt Wernigerode entsteht ein neues Industriegebiet. Es trägt den Namen "am smatvelde" und soll "möglichst" schon bis Ende dieses Jahres erschlossen sein. Für den Baustart haben gestern sechs Herren zum Spaten gegriffen.

Wernigerode. Sonnig, aber bitterkalt war es gestern auf der Brache an der Schmatzfelder Chaussee. Deshalb hatten die Bauexperten den tiefgefrorenen Boden "vorgelöst", wie Holger Schulz von STRATIE später verriet. Dem symbolischen Spatenstich sollte nichts mehr im Wege stehen, zu sehr hatten die Wernigeröder um dieses Projekt von Wasser- und Abwasserverband Holtemme-Bode, Stadtwerke und Rathaus gerungen.

In seiner Begrüßung der zahlreichen Gäste erinnerte Oberbürgermeister Peter Gaffert daran, wie sich die Stadtratsmitglieder trotz der Wirtschaftskrise 2008/09 für den Bau eines neuen Industriegebiets entschieden hatten, ohne, dass Firmenansiedler "vor der Tür standen". Gaffert betonte: "Trotzdem war es richtig." Die Umsetzung sei dann ein weiter Weg mit "sehr sehr schwierigen Eigentumsfragen" gewesen. Die letzte Hürde sei im November 2010 mit der Zusage der 90-prozentigen Landesförderung genommen worden. Um so mehr dankte Gaffert allen am Projekt Beteiligten, vor allem dem Wirtschaftsministerium in Magdeburg. Dessen Vertreter, Staatssekretär Detlef Schubert, versicherte ebenso wie Landrat Michael Ermrich, dass es nur folgerichtig sei, dieses Vorhaben in Wernigerode zu unterstützen. Schubert: "Hier gibt es aktive Leute, die aktive Politik betreiben". Das Lob an den Stadtrat machte Uwe-Friedrich Albrecht stolz, diesem Gremium vorzusitzen. Gleichzeitig bestätigte der Präsident: "Wenn es darum geht, Wernigerode voranzubringen, sind wir uns fraktionsübergreifend einig." Einen drauf setzte dann noch Oberbürgermeister Peter Gaffert, der als ehrgeiziges Ziel verkündete: "Ende dieses Jahres wird ‘smatvelde‘ mit Versorgungsleitungen und Straßen erschlossen sein." Erste Firmen, die sich dort ab 2012 ansiedeln könnten, hätten Interesse signalisiert. Übrigens