Blankenburg. 51 Vereinsmitglieder und Parzellenpächter des Blankenburger Kleingartenvereins "Am Bergeshang", dem mitgliederstärksten Gartenverein der Blütenstadt, trafen sich jetzt zu ihrer Jahreshauptversammlung. Vorstandswahlen standen diesmal zwar nicht an, dafür allerdings ein umfangreicher Bericht des Vereinsvorsitzenden Rainer Hundertmark. Darin mangelte es auch nicht an der Kritik gegenüber manchen Gartenfreunden, die in verstärkter Zahl nicht mehr ihren finanziellen Verpflichtungen nachkämen.

"Der Vorstand hat zwar noch keinen entsprechenden Beschluss gefasst, wir denken aber darüber nach, diese säumigen Mitglieder, die weder Pacht noch Strom oder Wasser bezahlt haben, von der entsprechenden Versorgung auszuschließen", so Hundertmark. Immerhin habe der Verein auch finanzielle Verpflichtungen gegenüber der Stadt, den Stadtwerken oder dem Abwasserverband zu erfüllen und sei kein zinsfreier Kreditgeber für leichtfertige säumige Schuldner aus dem Mitgliederkreis, deren Schuld sich inzwischen bereits auf etwa 6000 Euro angestaut habe.

Kein Beschluss wurde zu einem Antrag der über 75-Jährigen gefasst, die es gern gesehen hätten, wenn sie von den Arbeitseinsätzen bei der Pflege des Vereinsgeländes (wie zu DDR-Zeiten) befreit würden. Dies verstieße gegen das Gleichstellungsprinzip aller Gartenfreunde und könne gegebenenfalls durch einen in der Satzung festgeschriebenen finanziellen Beitrag ausgeglichen werden, hieß es.

Appell: Abfälle nicht mehr verbrennen

Der Wienröder Dieter Müller vertrat die Blankenburger Stadtverwaltung während der Versammlung. Er appellierte wie bereits unlängst während der Kreisversammlung an das Umweltbewusstsein der Kleingärtner. Es sollten möglichst die Gartenabfälle nicht mehr verbrannt, sondern mit Unterstützung der städtischen oder kreislichen Einrichtungen entsorgt werden.

Manfred Koch war als Vertreter des Regionalverbandes der Kleingärtner nach Blankenburg gekommen und zeichnete verdienstvolle Vereinsmitglieder aus.

Er selbst ist seit elf Jahren für die Wertermittler und Fachberater zuständig und überreichte nun Manfred Bittner sowie Werner Böttcher die Goldene Ehrennadel für deren 30-jährige ehrenamtliche Arbeit als Wertermittler im Verein. Ulli Heise erhielt die gleiche Ehrung als langjähriger "Vereins-Elektriker" am Bergeshang.

Die Haushaltspläne für das Vorjahr sowie dieses Jahr wurden einstimmig bestätigt. Vorstand und Kassenwart wurden ebenfalls einstimmig entlastet. Die Kassenprüfung hatte keine Beanstandungen für das Jahr 2010 ergeben. Rainer Hundertmark bedankte sich am Schluss für die insgesamt gute Zusammenarbeit im Kleingartenverein "Am Bergeshang".