Der Freundeskreis "Malerei und Grafik Blankenburg/Harz" besteht seit 55 Jahren. Wer einen Querschnitt der Arbeiten aus dieser langen Zeit sehen möchte, ist bis Juli in der Galerie im Mutterhaus Elbingerode gerade richtig. Gezeigt werden meist Naturbilder von 1956 bis heute.

Elbingerode/Blankenburg. "Das Besondere dieser Ausstellung ist, dass sie nicht nur Bilder der heutigen Mitglieder unseres Freundeskreises zeigt, sondern auch von jenen, die nicht mehr unter uns sind", sagte Klaus Pasemann am Montag anlässlich der Eröffnung der neuen Ausstellung in der Galerie im Mutterhaus Elbingerode (wir berichteten).

Und in der Tat ist diese Schau neben etlichen Werken von Diakonissen vor allem eine Retrospektive, ein allgemeiner Rückblick auf die Arbeit des nun 55 Jahre bestehenden Freundeskreises "Malerei und Grafik Blankenburg/Harz". Bilder aus den ersten Jahren finden sich genauso wie heutige Darstellungen, dazu gibt eine Wandtafel Auskunft über die Geschichte des Zirkels.

Er war von Vincent Franz Eisele 1955 aus der Taufe gehoben worden, nachdem er in den Blankenburger Harzer Werken kunstinteressierte Zeitgenossen um sich geschart hatte.

"Das Anliegen des damaligen Zirkels war das Erfassen und die zeichnerische sowie grafische Umsetzung der verschiedensten Bildmotive durch bestimmte malerische Techniken", heißt es im Faltblatt des Freundeskreises. Angeleitet wurden die Mitglieder von Kunsterziehern und Künstlern wie Rudolf Kadereit oder Oswald Wengerodt. Heute wird die Gruppe von Veronika Schwarzbach geleitet.

Sie wurde denn auch am Montag zur Jubiläumsausstellung in Elbingerode – zugleich die 20. Schau der Mutterhaus-Galerie – von den Gästen und von "Galeristin" Diakonisse Schwester Christa Otto herzlich begrüßt. Ebenso "Altmeister" Oswald Wengerodt, der in einer kurzen Ansprache zum Verweilen in der Ausstellung einlud und sich leidenschaftlich für das künstlerische Schaffen aussprach, auch und gerade in einer rasanter werdenden, modernen Welt: "Es kommt nicht auf die Größe des Pinsels an, sondern auf die Liebe, die jemand in seine Arbeit hineinlegt", so Wengerodt.

Von der Liebe, mit der die Freundeskreismitglieder viele Blankenburger und Harzer Motive erspäht und "umgesetzt" haben, kann sich nun der Betrachter bis Ende Juli in Elbingerode selbst ein Bild machen. Zu sehen sind u. a. eine "Alte Cattenstedter Scheune" aus dem Jahr 1977 von Susi Eisele, ein altes Tor zum Großen Schloss Blankenburg aus dem Jahr 1957 von dem inzwischen verstorbenen Herbert Bog oder auch ein etwas neuerer Blick auf die Teufelsmauer bei Weddersleben von Ingrid Tomaszewski. Blumenmotive, verschiedene Stile und Maltechniken wechseln sich ab. Es gibt Leinwandarbeiten und Collagen, auch einige Plastiken aus Holz und Speckstein. "Natur" oder "Natur und Mensch" könnte ein Motto der Ausstellung lauten. Sie ist nun jeden Dienstag und Donnerstag von 15 bis 17 Uhr und Sonntag 10.30 bis 12 Uhr oder nach Absprache über Telefon (039454) 80 zu besichtigen.

Der Freundeskreis trifft sich regelmäßig im "Alten E-Werk" in Blankenburg, um sich auszutauschen. Kontakt: über die Freundeskreismitglieder, Fragen zur Ausstellung auch über E-Mail: klaus@pasemann.eu

   

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