Wernigerode. Dem Aufruf zur Buchpremiere waren jüngst mehr als 100 Besucher in Jüttners Buchhandlung gefolgt. "Hercynia curiosa oder Curiöser Hartz-Wald", das Begleitbuch zur Tourismusausstellung, wurde von den Autoren und dem Buchgestalter vorgestellt. Das Buch thematisiert erstmalig in dieser Form den Harztourismus seit 1650. Dr. Uwe Lagatz als Autor, Claudia Grahmann als wissenschaftliche Mitarbeiterin und Norbert Perner als Buch- und Ausstellungsgestalter gaben Auskunft über die vierjährige Vorbereitung und Realisierung des Vorhabens.

Ausstellungseröffnung heute um 19.30 Uhr

In ungezwungener Atmosphäre berichtete Dr. Lagatz über ganz neue Einblicke in die Entwicklungsgeschichte des Harzraumes, den Beruf des "Wegweisers" – so nannte man einst die Wanderführer, die sich der Besucher annahmen und sie in den unwegsamen Gebieten des Brockens und der schwer erreichbaren Harzorte auf den rechten Weg brachten. Norbert Perner wies darauf hin, dass im Buch die Abbil-dungen teilweise sogar besser erkennbar sind, als die Originale in der Ausstellung, weil viele Ausschnitte gerade die wichtigen Bildteile vergrößert zeigen. Claudia Grahmann hat sich besonders um die Beschaffung der Ausstellungsstücke gekümmert und die Details im Begleitbuch immer wieder konkretisiert.

Vorgestellt wurde auch ein Reprint des ersten "modernen" Harzreiseführers von Friedrich Gottschalck aus dem Jahre 1806, der im Wernigeröder Schmidt-Buchverlag auch als Ergänzung zur Tourismusausstellung erschienen ist.

Das reich bebilderte Begleitbuch zur Ausstellung und der Reiseführer fanden reges Interesse der begeisterten Gäste, die sich nun schon auf die Ausstellungseröffnung heute um 19.30 Uhr in der Galerie 1530 auf dem Kunsthof, Marktstraße 1, freuen können. Besonders wurde das Engagement der vielen Unterstützer gewürdigt: Die Stiftung der Harzsparkasse, die Stadtwerkestiftung, die GWW und die Wernigerode Tourismus GmbH, die HSB, die Reddersenstiftung, natürlich die Stadt Wernigerode und die Wernigeröder Kulturstiftung haben sich beteiligt. Ohne sie wäre das ganze Vorhaben nicht realisierbar gewesen, wofür ihnen besonders zu danken ist.