Wie geht es weiter in der Heimatstube? Das fragte sich der Kultur- und Heimatverein Benneckenstein in der jüngsten Sitzung. Eine Bürgerarbeiterin soll die Ausstellung aufarbeiten. Der Umzug muss jedoch erst einmal abgesagt werden, bleibt aber Thema.

Benneckenstein (jko/bfa). Die Heimatstubenexponate werden mithilfe einer Bürgerarbeiterin neu geordnet und auf Vordermann gebracht.

So das Ergebnis der jüngsten Vorstandssitzung vom Kultur- und Heimatverein Benneckenstein. Er brachte kürzlich die Einladungen an alle Mitglieder in nah und fern zur Hauptversammlung über Pfingsten auf den Weg. Mit Ostergrüßen, Programm und den Neuigkeiten.

So entschloss sich der Vorstand, die von der Kommunalen Beschäftigungsagentur (KoBa) angebotene Bürgerarbeit zu nutzen. Die Quasi-Einstellung einer Benneckensteinerin ist beantragt. Sie soll die Betreuung und eine Inventarisierung der Ausstellung samt Max-Schmeling-Boxerstübchen übernehmen.

Das Vorhaben werde in der Hauptversammlung mit behandelt, hieß es, denn der Aufwand für die Bürgerarbeit sei doch recht groß. Der ursprüngliche Plan, zwei Bürgerarbeiter/innen einzustellen, müsse daher aufgegeben werden. Das aber galt als Voraussetzung, um einen Umzug der Heimatstube vom neu strukturierten Haus des Gastes in die Bahnhofstraße bewältigen zu können. Der Umzug werde daher erstmal zurückgestellt.

Unvorhersehbare Hindernisse

Hotelier Wilfried Wietfeldt hatte eine Verlegung der Heimatstube "freundlicher Weise", wie der Vorstand betont, angeboten. Das Interesse daran sei da. Auch Ortsbürgermeister Hans-Herbert Schulteß befürworte den Umzug, denn dann würde aus dem Haus Bahnhofsstraße 23, das bereits das Bahnhofsmuseum beherbergt, ein Haus der Museen. "Wir haben diese Möglichkeit in Betracht gezogen, sind dabei jedoch hinsichtlich des nötigen Einsatzes zweier Bürgerarbeiterinnen auf unvorhersehbare Hindernisse organisatorischer und finanzieller Art gestoßen", so Vereinschefin Annetraut Müller zu der Zurückstellung.

Gemeinsam wollen Verein und Kommune weiter nach einer Lösung suchen. Wilfried Wietfeld wird für die Unterstützung und für sein Engagement bei der Neugestaltung des Stadtzentrums gedankt.

Die Heimatstuben-Ausstellung soll nun eine "klare Linie" bekommen und die reiche Geschichte Benneckensteins übersichtlicher für die Nachwelt dokumentieren.