Es staubt im Stadtzentrum von Elbingerode. Seit letzten Sonnabend wird die alte Scheune an der Stadtkirche hergerichtet. Sie soll auch ein Treffpunkt für junge Leute werden, Helfer sind gefragt.

Elbingerode (gbr/bfa). Ein riesiger Abfallcontainer mit Lehm- und Holzabfällen steht derzeit vor der Pfarrscheune nahe der Stadtkirche St. Jakobi, und es staubt gewaltig.

Denn fleißige junge Leute sind dabei, Bauschutt wegzuräumen. Zusammen mit Pfarrer Ernst Ulrich Wachter wollen Konfirmanden und weitere Jugendliche sowie T-Time-Freunde aus der desolaten Scheune ein Schmuckstück für vielerlei Zwecke machen. Seit Sonnabend wird gewerkelt.

Der Bau hat sicher gut zwei Jahrhunderte auf dem Buckel, hat den großen Stadtbrand von 1858 überstanden, aber auch Brandspuren. Sie weisen darauf hin, dass die Flammen schonmal an der Scheune nagten. Doch sie blieb stehen, wurde bisher als Lager genutzt.

Die Ausmaße des alten Gebäudes sind beachtlich: 13 Meter hoch, zwei Etagen, 15 Meter lang, acht Meter breit. 2003 waren das Dach saniert und die Straßenfassade verschalt worden. Doch massive Bauschäden wie faulende Balken und herausfallende Gefache sind nicht zu übersehen. Deshalb wird der Bau derzeit entkernt.

Trotz der schweren Arbeit in Staub und Schmutz sind die jugendlichen Helferinnen und Helfer bei bester Laune. Stück um Stück verschwindet der Schutt im Container. In den Pfingstferien sollen die Arbeiten fortgesetzt werden. "Wir suchen dafür auch Fachleute wie Maurer, Elektriker und Zimmerleute, die uns helfen möchten. Vielleicht kann mancher Vater oder rüstige Großvater den jungen Gemeindemitgliedern auch helfen", so Ernst Wachter. Er hat auf jeden Fall schon Pläne für die künftige Nutzung der Scheune. Sie soll in erster Linie weiterhin als Lagermöglichkeit dienen, aber auch als Treffpunkt für die Jugendlichen, zum Beispiel mit einer Indoor-Kletterwand.