Zehn vermietete Tische, 300 Euro Spendengeld – das erste Bürgerfrühstück in Blankenburg stimmt die Organisatoren optimistisch. Im nächsten Jahr soll die gemeinnützige Aktion wieder ausgetragen werden.

Blankenburg. "Mit Wernigerode oder Halberstadt können wir uns natürlich (noch) nicht messen", sagte Robert Kühne zum Auftakt des ersten Bürgerfrühstücks im Blankenburger Stadtpark. Initiiert vom Feuerwehrsportverein Harz, welcher bei seiner gemeinnützigen Aktion riesiges Glück mit dem Wetter hatten, fanden sich knapp 100 Gäste an neun Tischen unter den hohen Bäumen im Stadtpark ein.

"Diesen Tag unter dem Motto ¿Der Harzkreis bruncht‘ in Blankenburg muss es jedes Jahr geben", lautete das einhellige Credo aller Teilnehmer, während diese genüsslich an den speisten. Für jeweils 30 Euro gemietet mussten die Zutaten allerdings selbst mitgebracht werden. Während sich die einen frische Brötchen schmierten, bevorzugten andere selbst gemachte Salate und Würstchen. Das einzige, das wohl an keinem Tisch fehlen durfte, war duftender Kaffee. "Es ist eine prima Sache", freute sich Landtagsmitglied Bernhard Daldrup (CDU) im Kreise seiner Parteifreunde, die sich gleich drei Biertischgarnituren gesichert und sogar ein kleines Bierfass angekarrt hatten.

Ein zehnter Tisch wurde nicht mehr aufgestellt. Ihn hatte eher symbolisch Bürgermeister Hanns-Michael Noll erworben, welcher die zuvor gesammelte Spende von 270 Euro um weitere 30 Euro aus der eigenen Tasche aufstockte. Lieber setzte er sich zu den Rodlern, die mit der Hälfte des Geldes den Grundstock für einen BMX-Park neben dem Bolzplatz legen wollen. "Für etwa 20 Jugendliche gründen wir eine neue Abteilung, welche dort endlich eine Heimat finden", so Vereinschefin Dr. Karin Hüfner. Während die Jüngsten auf der Hüpfburg des Georgenhofs oder dem Spielplatz tobten, verplante auch der Verein "Blankenburg hilft Tschernobyl" die zweite Hälfte des Erlöses: Sie wird 14 weißrussischen Kindern zugute kommen, die im Juni anreisen.

Auch ohne eigenen Tisch lobte Noll die Aktion: "Das ist eine steigerungsfähige Bereicherung für Blankenburg, und die sollte es auch 2012 geben."

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