Die einstige Gorki-Schule an der Walther-Rathenau-Straße wird abgerissen. Darauf haben sich Kreis- und Stadtverwaltung verständigt. Geplant ist, darauf ein kleines Wohngebiet zu errichten. Die Vorbereitungen dafür beginnen allerdings frühestens 2012.

Von Ingmar Mehlhose

Wernigerode. Der graue Betonklotz soll bis zum Jahresende aus dem Stadtbild verschwunden sein.

Das kündigte Michael Leja im Gespräch mit der Volksstimme an. Nach Angaben des Amtsleiters für Wirtschaftsförderung der Kreisverwaltung Harz ist dahingehend eine Abstimmung mit der Stadt Wernigerode erfolgt. Entsprechende Beschlussvorlagen für den Stadtrat sind fertig, jene für den Kreistag fast beratungsreif. Leja: "Die Abrisskosten wird die Ausschreibung ergeben."

"Unser Ziel ist es, diese Fläche zu einem integrierten Wohngebiet zu entwickeln", sagte Burkhard Rudo auf Nachfrage. Wernigerodes Baudezernent betonte allerdings, dass damit frühestens 2012 begonnen werden kann. In diesem Jahr haben die Vorhaben Gewerbegebiet "am smatvelde" und Ortsentwicklungsplan Schierke oberste Priorität. Eine Erweiterungsfläche von mindestens 5000 Quadratmetern wird zudem der Kreisverwaltung zugeschlagen. Auf diesem Gelände soll eine Sportanlage für die benachbarte Liv-Ullmann-Schule für Geistigbehinderte entstehen. In welcher Form die anderen gut 1,5 Hektar von der Stadt beplant werden, ist laut Rudo "noch völlig offen". Ebenso, ob ein Verkauf an einen Bauträger infrage kommt. Über all dies muss zunächst in den Fachausschüssen des Stadtrates diskutiert werden.

Der Dezernent: "Sicherlich wäre auch ein Gestaltungswettbewerb eine interessante Option." Denn: "Wir hätten dann eine Mehrzahl von qualifizierten Vorschlägen." Allerdings ist diese Variante "mit viel Geld verbunden", unter anderem für die Ausschreibung und die Würdigung der Preisträger. Burkhard Rudo: "Wir werden nichts übers Knie brechen." Dennoch ist die Einigung mit der Kreisverwaltung aus seiner Sicht "ein sehr schönes Ergebnis". Und dass sich für die Fläche genügend Häuslebauer finden werden, steht für ihn ebenfalls fest. Rudo: "Das ist eine tolle Lage. Ruhig, sonnig, mit direkter Verbindung zur Innenstadt."

Die Maxim-Gorki-Schule steht seit 2006 leer. Zuvor hatte sie den Berufsbildenden Schulen Wernigerode als Übergangsdomizil gedient. Pläne, den Komplex danach zu einem Regionalen Lernförderzentrum zu entwickeln, scheiterten an der Finanzierung. Ein Antrag auf Förderung durch das Land wurde von dort abgelehnt.