Wernigerode ( jc ). Mit dem Frühlingseinbruch wurden zahlreiche Bäume im Stadtgebiet gefällt. Ob auf der großen Wiese an der Lindenallee oder auch in der Lindenbergstraße - an vielen Stellen ragen lediglich nur noch kurze Stümpfe aus dem Boden, wo einst ein ausgewachsener Baum gestanden hat.

Die Volksstimme-Leserin Birgit Dehnert konnte diese Aktionen nicht wirklich nachvollziehen und fragte : " Waren die gefällten Bäume krank ?" Für die Wernigeröderin sei das augenscheinlich nicht der Fall gewesen.

Volksstimme hakte bei Gartenamtsleiter Frank Schmidt nach : " Es werden grundsätzlich nur Bäume gefällt, die Hohl- und Faulstellen oder einen großen Totholzanteil aufweisen und dadurch eine Gefahr für Passanten und Fahrzeuge darstellen. "

Der in der Lindenbergstraße gefällte Ahorn war solch ein " gefährlicher " Baum. Er stand auf einem Hang, neigte sich der Sonne zu und ragte deshalb weit über die Straße hinaus. Hinzu kam, dass viele Äste bereits vertrocknet waren. Frank Schmidt " Seine Lebensuhr war einfach abgelaufen. "

Die gefällten Lindenbäume auf der großen Wiese an der Lindenallee hätten vor allem durch das Streusalz und die Versiegelungsarbeiten im vergangenen Winter massiv an Vitalität verloren. " So sehr, dass sie für die Kinder, die sich auf dem Spielplatz aufhalten oder gern auf dem Rasen toben, eine Gefahr darstellten. "

Frank Schmidt weiter : " Die Stadtverwaltung beschäftigt ausgebildete Baumpfleger, die die Gewächse beurteilen können. " Der Experte versicherte : " Kein gesunder Baum werde in Wernigerode ohne plausiblen Grund einfach gefällt. "