Wernigerode. Für Wernigerodes früheres Postgebäude hat jetzt ein neues Kapitel begonnen. In der alten Kaiserlichen Reichspost, die im Februar vor fast genau 120 Jahren in der Marktstraße 14 in Betrieb genommen wurde, erinnert nun nur noch der Name des neuen Saales an die einstige Geschichte. Im ehemaligen Schalterraum und benachbarten Zimmern ist jetzt Platz für Tagungen und die verschiedensten Feiern.

Auf rund 200 Quadratmetern können Veranstaltungen ausgerichtet werden. Je nach Wunsch finden in dem Saal bis zu 120 Personen Platz.

Zur Eröffnungsfeier, zu der neben Oberbürgermeister Peter Gaffert auch Gewerbetreibende, Vertreter von am Umbau beteiligten Firmen sowie geschäftlich verbundenen Institutionen erschienen waren, erinnerte Siegfried Kasten, dass er mit Rainer Villmann bereits im Jahr 1996 das Gebäude von der Deutschen Post AG gekauft hatte. Alexander Kasten, der das " Altwernigeröder Apparthotel " mit dem " Altwernigeröder Kartoffelhaus " 2004 von seinem Vater und Rainer Villmann übernahm, hat nun auch die einst von der Post genutzten Räume in das Hotel integriert. Neu entstanden ist dabei der jetzt eröffnete Saal " Alte Post ".

Oberbürgermeister Peter Gaffert gratulierte zur Investition, bedauerte aber nochmals, dass sich die Post im Oktober 2009 von diesem Standort im Herzen der Stadt zurückgezogen hatte. Er ermunterte die Familie Kasten in seiner Ansprache auch für ein Engagement in Schierke, den jungen Wernigeröder Ortsteil, der in wenigen Jahren wieder an seinen einstigen Glanz anknüpfen soll. Gaffert wünschte Alexander Kasten viel Erfolg beim Wiederaufbau des benachbarten einstigen " Wiener Hofes ". Der Geschäftsmann werde, wie sein Vater ankündigte, dort das Apparthotel erweitern. Geplant ist, dass zu den zehn Zimmern und 30 Appartements weitere 18 Zimmer dazu kommen. Ferner wird im unteren Bereich des Hauses ein Café / Bistro mit großem Biergarten entstehen. An bestimmten Tagen soll es im Bistro eine Kochschule geben, in der bekannte Gastronomen ihr Wissen weitergeben. Neben Synergieeffekten, die in der Gastronomie und Hotellerie unbedingt wichtig sind, verspricht sich der Eigentümer von der Investition, " dem Markt etwas näher zu kommen und der Marktstraße aus Sicht des Rathauses eine neue Bedeutung zu geben ".