Wernigerode. Montags gibt es 16 Freizeitangebote, dienstags 20, mittwochs 19 und donnerstags 16. Allein diese Offerten machen die Ganztagssekundarschule Burgbreite für viele Kinder und Jugendliche sehr attraktiv. Deshalb ist es für manche Eltern, besonders für jene, die voll berufstätig sind, so schwer nachvollziehbar, dass es für diese Schule feste Einzugsgebiete gibt. Sie beziehen sich vor allem auf die Wohnviertel Burgbreite und Stadtfeld, die Ortsteile Silstedt, Benzingerode und Minsleben sowie Derenburg und Heudeber. Eltern, die dort nicht wohnen, müssen bei einer gewünschten Aufnahme ihrer Kinder eine Ausnahmegenehmigung beantragen, über die das Landesverwaltungsamt entscheidet. Über die Reglementierung waren mehrere Eltern, die sich am Sonnabend während eines Tages der offenen Tür informierten, gar nicht glücklich. Sie wünschen sich eine freie Wahl.

Mit Genugtuung sahen die Besucher hingegen, dass die Sanierung am Schulgebäude gute Fortschritte macht. Schulleiter Wolfgang Kirst geht davon aus, dass diese Arbeiten, gefördert aus dem Konjunkturprogramm der Bundesregierung, im Sommer abgeschlossen sind. Er und sein Team, 50 Lehrer und pädagogische Mitarbeiter, unterrichten derzeit 414 Schüler in 20 Klassen. Erfolgreich sei die Vernetzung von Schule und Wirtschaft, sagte Kirst den Besuchern. Damit werde der Übergang in die Berufsausbildung gefördert.

Der Tag der offenen Schultür war von der Musikwerkstatt und den Linedancern mit einem Programm eröffnet worden. Dabei erfuhren die Gäste, dass diese Gruppen seit etwa drei Jahren bestehen.

Zahlreiche Mädchen und Jungen, die künftig in der Burgbreite-Schule lernen wollen, schnupperten in den Fachräumen und staunten über das breit gefächerte Freizeitangebot. Es beinhaltet neben der Unterstützung bei den Hausaufgaben auch solche Arbeitsund Interessengemeinschaften wie Naturkosmetik, digitale Fotografie, Tischtennis, Töpfern und Werken. Interessant auch für die jungen Gäste – die Präsentation der Schülerband. Sie spielte in der Besetzung mit Nadine Ritter, Paul Ende, Luise Borchert, Tom Reder sowie René Wonneberger und erntete viel Beifall.