Der Festsaal des Rathauses hat den passenden Rahmen für eine " Dankeschön " -Veranstaltung geboten. Oberbürgermeister Peter Gaffert hatte knapp 70 Wernigeröder eingeladen, die sich uneigennützig für ihre Mitbürger engagieren. Ohne sie, so betonte der Rathauschef, wäre Wernigerode eine weit weniger lebenswerte Stadt.

Wernigerode. Lebt es sich in Vanuatu besser als in Wernigerode ? Immerhin hat die englische " Neue Wirtschafts Gesellschaft " herausgefunden, die Bewohner dieser Inselgruppe östlich Australiens wären " weltweit die zufriedensten Menschen ". Peter Gaffert jedenfalls musste im Kreise von rund 70 engagierten Ehrenamtlichen einräumen, das Leben in Wernigerode sei nicht gänzlich sorgenfrei. Umso aufrichtiger bedankte sich der Oberbürgermeister bei allen, die mit ihrem oft selbstlosen Einsatz dafür sorgten, dass Wernigerode eine lebenswerte Stadt sei. Rund 7000 Einwohner, so Gaffert, seien in Feuerwehren, Kirchgemeinden, in Kultur- und Sportvereinen, in Naturverbänden, in sozialen Initiativen aktiv. " Ohne Menschen wie Sie, gäbe es an den Wochenenden wohl keine Sportveranstaltung ", stellte er fest. Große, weit über die Stadt hinaus bedeutsame Veranstaltungen wie der Harz-Gebirgslauf und ebenso viele kleine Initiativen wie jüngst für einen Waldorfkindergarten würde es ohne Ehrenamt nicht geben.

Als Geste und als Dankeschön sei daher die Stunde des gemütlichen Beisammenseins im Festsaal des Rathauses zu verstehen, so der Hausherr. Für ihn gibt es übrigens einen weiteren deutlichen Beweis eines intakten ehrenamtlichen Engagements in Wernigerode : Das neue Familien- und Seniorenhaus in der Steingrube 8 ist die Heimstatt von 56 Vereinen.

Auch darum zeigte sich Gaffert nicht unzufrieden darüber, dass viele Wernigeröder – obwohl fernab von Vanuatu in der Südsee – folgenden Spruch von Wilhelm Busch nicht beherzigen : " Willst Du froh und glücklich leben, so lass kein Ehrenamt Dir geben. "