Wernigerode ( pa ). Drei Jahre Arbeit stecken in der neuen Ausstellung " Unikate ", die Spielzeuge von Heinz-Dieter Meinecke im Zentrum Harz-Kultur in der Breiten Straße 95 zeigt. Seit gut einer Woche sind in den Vereinsräumen mehrere größere Anlagen und viele kleine Details zu bewundern. " Ich habe dafür nur Sperrholz, Holz aus dem Garten und Weggeworfenes verwendet ", berichtet der 73-Jährige stolz.

Besonders freut er sich über den Rummelplatz. " Dieser ist nach dem Vorbild meiner Kindheitserinnerungen an Rummelveranstaltungen auf dem Anger in Wernigerode nach dem Krieg entstanden ", erzählt der Rentner. Zudem gibt es eine Holzeisenbahn, einen Bauernhof und einen Spielplatz zu sehen. Beschriftete Tafeln vermitteln entsprechendes Hintergrundwissen dazu.

Angesichts der investierten Mühe ist auch Katja Reindel, Leiterin des Zentrums, glücklich über die Schau : " Für die Kinder ist es natürlich toll. Vor allem, dass sie mit allen Sachen spielen können. "

Gepackt hat Heinz-Dieter Meinecke die Bastelwut schon als Kind. Mit fünf Jahren zimmerte er an den ersten Objekten. 68 Jahre später hat er einiges dazugelernt : " Ich habe eine Lehre bei der Eisenbahn gemacht, da war ich Tischler, Polsterer, Maler und noch mehr. Das hat mir sehr geholfen, meine Handwerkstechnik auszufeilen ".

In der Ausstellung zu sehen sind auch alte Werkzeuge des Heimwerkers. " Mittlerweile nutze ich lieber elektrische Geräte. Die sind präziser ", gibt er zu. Viel Handarbeit erfordert es aber trotzdem noch. Deswegen freut er sich über die Besucher. Heinz-Dieter Meinecke : " Meine Ausstellung ist schließlich so angelegt, dass die Kleinen alle Exponate anfassen können !"