Wernigerode ( afi ). Brunhilde Renecke brauchte von Ingo Kühl nicht mehr überzeugt zu werden, sich vor Taschendieben zu schützen.

Wie die Frau berichtete, war sie erst kürzlich in einem Einkaufsmarkt Opfer ihres eigenen Leichtsinns geworden, weil sie ihre Geldbörse sichtbar in einer Tasche abgelegt hatte. Zusammen mit Elfriede Voß ging Brunhilde Renecke am Sonntag vom Wernigeröder Hauptbahnhof aus auf Reisen und gehörte zu den von dem Polizeihauptmeister Angesprochenen. Zwischen Wernigerode und Aschersleben sind der Beamte und seine Kollegen der Bundespolizeiinspektion in Magdeburg in diesen Tagen häufiger auf Tour, um Reisende vor Langfingern zu warnen.

" Besonders wenn Feiertage vor der Tür stehen, haben Taschendiebe Hochkonjunktur ", sagte der 45-jährige Ordnungshüter. Und : " Sie stehlen meist im Gedränge. Bevorzugtes Diebesgut sind Brieftaschen, Geldbörsen und Handys aus Handtaschen und der Bekleidung. " Der erfahrene Polizist beschrieb verschiedene Tricks. Dazu gehören Drängeln, Fragen nach dem Weg, Rempeln oder Beschmutzen. Vielfach würden mehrere Täter gemeinsam vorgehen. So beschmutze beispielsweise ein Dieb das Opfer, während sein Komplize ausnutzt, dass der Geschädigte abgelenkt ist, seine Tasche abstellt und vorübergehend seine Umgebung nicht wahrnimmt.

Ingo Kühl und die anderen Bundespolizisten raten deshalb, Hand- bzw. Umhängetaschen sowie Wertsachen verschlossen auf der Körpervorderseite oder unter dem Arm geklemmt zu tragen, Brustbeutel oder Gürteltaschen zu nutzen. Schecks und Scheckkarten sollten getrennt aufbewahrt sowie die PINNummern niemals mit sich geführt werden. Und, so Kühl : " Bei Bahnreisen niemals Handtaschen oder Kameras an Abteiltüren oder Wagendurchgängen aufhängen. "