Wernigerode. Am 24. Dezember um 12 Uhr endet die Beschäftigung von Helmut Angelmann.

Etwa seit Anfang des Monats verkauft er vor einem Einkaufsmarkt am Dornbergsweg Weihnachtsbäume für eine Sangerhäuser Firma. " Ich bin recht zufrieden mit dem Umsatz ", bilanziert der Gehilfe des Weihnachtsmannes. Es sei sogar Nachschub erforderlich gewesen, um die doch recht große Nachfrage zu befriedigen. Die teuere, aber kaum nadelnde Nordmanntanne stehe inzwischen ganz oben in der Gunst seiner Kundschaft, so die Erfahrung des Verkäufers. Die heimische Fichte werde kaum noch nachgefragt, obwohl diese viel preiswerter als der aus Dänemark sowie Holland importierte Festschmuck sei.

" Ich freue mich

schon auf

den Sommer "

Nach jeder Anlieferung standen so um die 400 Weihnachtsbäume zur Auswahl bereit, berichtet der Wernigeröder. Wenn der Vorrat auf etwa 150 Bäume geschrumpft war, wurden neue geliefert.

" Ich arbeite gern ", sagt der 59-Jährige, obwohl es für den ehemaligen Gießereiarbeiter, der nahezu 30 Jahre im Metallgusswerk gearbeitet hatte, auch ungewohnt ist, in der Kälte zu stehen und auf Kundschaft zu warten. Mit dem Ende der Verkaufsaktion der Weihnachtsbäume beginnt für Helmut Angelmann die nächste Etappe der Arbeitslosigkeit. " Ich freue mich schon auf den Sommer ", sagte er. Dann werde er wahrscheinlich wieder für die Sangerhäuser Firma in Wernigerode etwas verkaufen. Allerdings Spargel und Erdbeeren, wahrscheinlich wie in diesem Jahr in einem Kiosk an der Halberstädter Chaussee.