Mit einem bunten Programm verabschiedeten sich Wolf-Dieter Wittig und sein Team von der Krellschen Schmiede in die Zeit über den Jahreswechsel. Für 2010 hat der Handwerksmeister derweil bereits etliche Pläne. So soll es u. a. regelmäßig einen " Harzmarkt " geben, und auch das " Promischmieden " wird fortgesetzt.

Wernigerode. Einen Ansturm gab es zwar nicht, aber eine erfreulich große Nachfrage, als zur Einstimmung auf den Heiligen Abend der Märchenwald an der Krellschen Schmiede zum " Plündern " freigegeben wurde.

Sieben interessierte Familien erwarben gegen eine Spende einen jener schönen Bäume, die während der Adventszeit für mehrere Tage den Hof des Zentrums HarzKultur und der Schmiede schmückten. Bevor aber Chef-Schmied Wolf-Dieter Wittig zum Halali blies, erlebte eine große Schar Schaulustiger nochmals ein schönes Programm.

Im Mittelpunkt stand " Gaukler Hubertus ", verkörpert von dem Magdeburger Robert Friedrich, der abwechselnd mit den beiden Wernigeröder Gymnasiastinnen Ina Köhler und Sophie Thiel auf und vor der Bühne für gute Unterhaltung sorgte. Kinder und ihre Eltern interessierten sich vor allem für die Spielzeugausstellung des Zentrums HarzKultur, die ebenfalls betrachtet werden konnte.

Wolf-Dieter Wittig war ein allseits gefragter Gesprächspartner. So wollten Besucher wissen, was sein Team und das Zentrum HarzKultur für das neue Jahr planen. Zu den Höhepunkten wird laut Wittig zweifelsohne ein " Harzmarkt " gehören, der von April bis Anfang Oktober am jeweils ersten Sonntag im Monat stattfinden soll. Partner dabei wird eine Jugendbauhütte sein, die Verbindung zu einem Ökohof hat und so das Angebot erweitern helfen wird.

2010 soll es auch wieder das " Promischmieden " geben, das nach den diesjährigen Erfahrungen nicht nur weitere Gäste nach Wernigerode lockte, sondern auch einen Hauch von Geselligkeit versprühte. Ein weiterer Schwerpunkt wird die weitere Förderung des traditionellen Handwerks sein. Dazu hatte sich bekanntlich im Jahr 2009 eine Interessengemeinschaft mit Sitz in der Krellschen Schmiede gegründet, die ihrerseits in der Fachwerkstatt Wernigerode mit dafür sorgen will, alte Techniken zu pflegen und zu fördern. Diesem Ziel diente auch der Weihnachtsbaum-Verkauf aus dem Märchenwald. Wolf-Dieter Wittig : " Das Geld soll mit dazu beitragen, dass ein Jugendlicher zum Stellmacher ausgebildet werden kann. " Da dieser Beruf so gut wie ausgestorben ist, wird ein überbetrieblicher Ausbildungsverbund erforderlich, inklusive einer speziellen Prüfungskommission.

Schließlich möchte der Handwerksmeister seinen Zweigbetrieb an der Wernigeröder Feldstraße eröffnen, der sich " Brockenschmiede " nennen wird. Dort sollen Zuarbeiten wie das Schweißen und Schleifen für jene Erzeugnisse erfolgen, die dann unter den Augen der Touristen im historischen Schmiedegebäude fertiggestellt werden.

Zudem will Wolf-Dieter Wittig dort weitere Skulpturen fertigen. Eine erste, " Bahnschwelle " genannt, blieb zu seiner Freude in Wernigerode. Ein Privatmann erwarb sie. Vom Können des kleinen Teams zeugt inzwischen auch die Wetterfahne, die seit wenigen Tagen den Austbergturm von Benzingerode ziert.