Der Weihnachtsmarkt in der bunten Stadt wird in diesem Jahr um eine Attraktion reicher. Im Auftrag eines Wernigeröder Gastronomen hat der Künstler Stephan Klaube eine Backstube gestaltet.

Wernigerode / Reddeber. Man mag es kaum glauben bei den milden Temperaturen der vergangenen Tage. Aber Weihnachten steht vor der Tür. Und schon am nächsten Freitag wird in Wernigerode der Weihnachtsmarkt eröffnet. Mit einer neuen Attraktion : eine Backstube, entworfen und gebaut vom Wernigeröder Künstler Stephan Klaube – handwerklich unterstützt von Michael Scholz und Patrick Baake. Auftraggeber ist Michael Wiecker. Der Gastronom hatte schon bei einem Volksstimme-Forum zu Beginn des Jahres angekündigt, zur Verschönerung des Adventsmarktes in der bunten Stadt beitragen zu wollen.

Noch steht das hölzerne Bauwerk in einer Halle in Reddeber, wo Stephan Klaube letzte Arbeiten erledigt. " Die Fenster und der Tresen müssen noch eingebaut, die Vorhänge aufgehangen werden ", erklärt der Künstler, der für Weihnachtsmarktbesucher in Wernigerode kein Unbekannter sein dürfte, gestaltete er doch bereits im letzten Jahr die festlichen Stände für den Kunsthof.

Diesmal sei es eine andere Herangehensweise gewesen. " Ich wollte, dass sich die Backstube rein äußerlich in den Markt einfügt. " Deshalb sei er zuerst durch Wernigerodes Straßen gelaufen. " Ich habe mir die Farben der Hausflächen angesehen und nach Spuren von Verwitterung gesucht. " Bloß keine glatt gestrichenen Wände, sein Häuschen sollte Gemütlichkeit und Wärme ausstrahlen.

Das tut es inzwischen auch – 6 mal 8, 50 Meter groß, mit grünem Kuppeldach, riesiger Laterne und überdimensionalen Keksen, Veranda und Engels-Tür. Bei der Gestaltung hielt sich Klaube an ruhige Farben, Erd- und Grautöne.

Wer das Kunstwerk bewundern will, hat schon Anfang der nächsten Woche Gelegenheit dazu. Dann wird die Backstube von Reddeber auf den Wernigeröder Marktplatz transportiert.