Wernigerode. Eigentlich sollte nur der gerade im Werden begriffene Kreisverkehr " Burgbreite " entstehen. So hatte es Wernigerodes Stadtrat am 28. April 2009 beschlossen.

Jetzt muss er sein Votum in der nächsten Sitzung am 5. November erneuern. Die Begründung dazu lieferte Armin Barheine vom städtischen Tiefbauamt in der jüngsten Sitzung des Bauausschusses. Danach hat der Landesbetrieb als Bauherr sich dafür entschieden, das Vorhaben bis zur Stadtecke zu erweitern. Barheine : " Die Umsetzung ist für 2010 geplant. " Zu dem Projekt gehört auch die Errichtung eines Parkplatzes an der Halberstädter Straße für den Einkaufsmarkt im Wohngebiet " Burgbreite ".

Eine weitere Veränderung resultiert aus der Ablehnung eines Förderantrages durch das Landesverwaltungsamt für den kompletten Ausbau der Kopernikusstraße auf 220 Meter Länge. Die Behörde hätte nur Geld für jene 76 Meter gegeben, auf denen die Fahrbahnhöhe an den Burgbreite-Kreisverkehr angepasst wird. Wie Baudezernent Burkhard Rudo ergänzte, wird der neue Kreisel im Bereich Lindenallee und Kohlgartenstraße unter Aufgabe der kleinen Angerspitze entstehen. In Richtung des Ölberges soll eine Grünfläche angelegt werden. Die Wegestraße wird hingegen nur als Kreuzung gestaltet.

Siegfried Siegel ( SPD / Grüne ) bat daraufhin, noch einmal zu prüfen, ob dort nicht auch ein Kreisverkehr installiert werden könnte. Das Gesamtvorhaben, so das Ausschussmitglied, " ist sicherlich in Ordnung ". Aber : " Ich bin ein bisschen verwirrt, weil sich der Eigenanteil der Stadt von 250 000 auf 623 000 Euro erhöht. "

Armin Barheine : " Die Erweiterung war erst im Juni spruchreif. " Also etwa zwei Monate nach dem Ratsbeschluss.