Wernigerode / Schierke. Sollen Caravans und Wohnmobile ab Januar alle öffentlichen Schierker Parkplätze nutzen dürfen ? Diese Frage müssen Wernigerodes Stadträte noch in diesem Jahr beantworten. Die Schierker Gemeinderäte hatten vor der Eingemeindung entschieden : Nein.

Und das aus zwei Gründen. Am Stern böte ein Campingplatz für jene Mobilisten genannten Urlauber geeignetere Bedingungen, und außerdem seien die Parkplätze in der Brockengemeinde bereits für Tagesgäste eher zu knapp.

Eine notwendige Aktualisierung der Wernigeröder " Parkgebührensatzung " bietet derzeit den Anlass für eine Debatte der Schierker Eigenarten. Wie es in der jüngsten Finanzausschussberatung hieß, solle auch der Ortschaftsrat noch in diesem Monat zu diesem Thema sich seine Meinung bilden. Dabei drückt das Rathaus aufs Tempo : Werde der rechtlich notwendige Satzungsbeschluss von den Abgeordneten zu spät gefasst, drohe – zumindest zwischenzeitlich – quasi ein rechtsfreier Raum. Sprich : Ohne " pünktliche " Zustimmung des Stadtrates dürften gar keine Parkgebühren erhoben werden. Ungeachtet dieses Hinweises von Ordnungsdezernent Volker Friedrich beantragte Reinhard Wurzel eine Vertagung – mit Erfolg. Zunächst wolle man sich innerhalb der CDU-Fraktion eine Meinung bilden, hatte er seinen Vorstoß begründet.

Auch die Christdemokraten werden sich mit der Frage befassen müssen, ob die gegensätzlichen Regelungen fürs Sonntags-Parken in Wernigerode und Schierke beibehalten oder aber zum Jahresbeginn angeglichen werden. In der Stadt kostet es bislang nur werktags Geld, sein Auto auf städtischen Plätzen abzustellen ; an Sonn- und Feiertagen ist das Parken gratis.

Anders in der Brockengemeinde : Rund um die Uhr und an sieben Tagen der Woche ist der Parkautomat zu füttern, hieß es in der Sitzung der Finanzexperten. Zumindest in Fragen der Uhrzeiten deutet sich eine Entspannung an. Zwischen acht Uhr abends und acht Uhr morgens soll es künftig an allen Tagen im Kalenderjahr unterm Brocken kostenlose Parkplätze geben