Elbingerode ( gbr ). Viele Hände mussten gestern Ingrid und Hugo Ehrt schütteln, denn eine Reihe von Gratulanten wollten ihre Grüße zur diamantenen Hochzeit überbringen. Verbunden mit den Gratulationen der Stadt Elbingerode, überbrachte Bürgermeister Andreas Flügel auch die der Landesregierung.

Wegen der Bombenangriffe auf Magdeburg zog die heute 79-jährige Ingrid Ehrt 1943 nach Elbingerode, besuchte noch einige Zeit dort die Schule und absolvierte dann eine Lehre zur Verkäuferin. Auf einer Familienfeier beim Kaufmann Edert lernte sie den heute 87-jährigen Hugo Ehrt kennen. Geheiratet wurde vor 60 Jahren in Magdeburg. Hugo Ehrt wurde vom Zweiten Weltkrieg nicht verschont. Er war an der nordafrikanischen Front im Einsatz. Als Kriegsgefangener verschlug es ihn in die USA und nach England. Nach sechs Jahren Kriegsdienst und Gefangenschaft kehrte er 1947 in seine Heimatstadt Elbingerode zurück. Gearbeitet hat er danach im Sägewerk seines Vaters, bevor er Buchhalter in den Hornberger Kalkwerken wurde. Später war er als Hauptbuchhalter im Harzer Kalk- und Zementwerk tätig.

Ebenfalls auf eine umfangreiche ehrenamtliche Tätigkeit kann Hugo Ehrt zurückblicken. Er war unter anderem als Referent der Urania am Vortragsplatz an der Rappbodetalsperre, als Stadtverordneter, im Sport und im Harzklub Zweigverein Elbingerode aktiv.

Ingrid Ehrt ist wohl vielen Elbingerödern als Verkäuferin bei Ederts und später im Konsum bekannt.

32 Jahre lang betrieben beide nebenberuflich eine Versicherungsagentur. Dadurch hatte sie immer enge Kontakte zu den Bürgern. Sohn Ralf wurde 1950 geboren. Den zwei Enkeln und drei Urenkeln gelte ihre besondere Liebe, betonte die Jubilarin.

Auf vielen Urlaubsfahrten lernten beide Deutschland von der Nordsee bis zum Schwarzwald kennen. Gesundheitliche Probleme kennen beide nicht.