Wernigerode. " Daumendrücken allein genügt nicht, kämpfen Sie für uns. " Mit dieser eindringlichen Bitte wandte sich gestern Martin Hausl an die geladenen Gäste zur Festveranstaltung " 90 Jahre Pestalozzi-Schule Wernigerode ".

In seiner Festrede begründete der Schulleiter, warum gerade jetzt der Einsatz für die Bildungseinrichtung so wichtig ist. Für die Fortsetzung der bislang so erfolgreichen pädagogischen Arbeit brauche die Schule dringend bessere Bedingungen. Konkret : Die Kindertagesstätte in der Minslebener Straße, in der mittlerweile 255 Mädchen und Jungen in 21 Klassen der Stufen 1 bis 10 in meist zu kleinen Räumen lernen, genüge den Ansprüchen des, wie Hausl betonte, sehr engagierten Pädagogen-Teams und der lernwilligen Kinder längst nicht mehr. " Seit 18 Jahren ist am Flachbau kaum etwas passiert. " Das nun endlich über ein EU-F örderprogramm zu ändern, " wäre ein sinnvolles Geburtstagsgeschenk ", sagte Hausl.

Unterstützung, " wenn auch nur eingeschränkt möglich ", sicherte Wernigerodes Oberbürgermeister Peter Gaffert in seinen Grußworten zu. Die Pestalozzi-Schule, übrigens das erste Kompetenzzentrum in Sachsen-Anhalt, sei ein wesentlicher Bestandteil der reichen Bildungslandschaft in Wernigerode. Die guten inhaltlichen Konzepte, die sich in den " beeindruckenden Aufführungen der Kinder widerspiegelten ", brauchen vernünftige Rahmenbedingungen.

Und dass diese Schule mit ihrer " intensiven, akribischen und innovativen pädagogischen Arbeit " weiter gebraucht werde, unterstrich Dr. Karin Greve. Sie überbrachte die Glückwünsche des Kultusministeriums und ließ es sich nicht nehmen, Schulleiter Martin Hausl für sein und das Engagement aller Mitarbeiter sowie des Fördervereins zu drücken.

Die Glückwünsche der " Rentner-Kollegen " überbrachte Ernst Kuna, 33 Jahre Direktor und von den Nachfol-