Für 1, 5 Millionen Euro wird das Gleisnetz der Harzer Schmalspurbahn in Wernigerode saniert. Den Hauptanteil der Kosten trägt das Land. Schwerpunkt der notwendigen Modernisierung ist der Bahnhofsbereich Hasserode.

Wernigerode. Schon mit dem bloßen Auge ist zu erkennen : Die Gleisanlagen sind nicht mehr zeitgemäß. Deshalb ist die umfangreiche Sanierung im Bahnhofsbereich Hasserode " überfällig ", sagt Jörg Bauer. Der Eisenbahnbetriebsleiter bei der Harzer Schmalspurbahnen ( HSB ) GmbH dankt in dieser Hinsicht vor allem dem Land, das das fi nanziell aufwändige Projekt mit 80 Prozent fördert. Insgesamt kostet die in drei Abschnitte geteilte Sanierung 1, 5 Millionen Euro. " Mit den Arbeiten beauftragt wurde ein hiesiges Unternehmen, nämlich der Gleisbaubetrieb Busching und Wagner aus Wasserleben ", ergänzt Jörg Bauer.

Teil eins des Projektes, das mit allen Restarbeiten am 13. November abgeschlossen sein soll, ist die komplette Sanierung der beiden Streckengleise im Bahnhofsbereich Hasserode. Am Montag wurde damit begonnen, die alten Schienen und Schwellen zu demontieren. Anschließend werden die Fundamente für die Bahnsteigkante eingebaut, die Gleise neu verlegt und verschweißt, bevor abschließend gestopft wird. " Das alles ist stets mit Lärm verbunden und lasse sich auch nicht vermeiden ", weiß Jörg Bauer. " Ich hoffe, dass die Anwohner wie bei den vorangegangenen Bauarbeiten erneut Verständnis haben ", fügt Heide Baumgärtner von der Pressestelle der HSB hinzu. Denn gebaut wird nicht nur tagsüber, sondern vorwiegend außerhalb des regulären Zugbetriebes und somit auch nachts.

Neben der Gleissanierung werden auch die Bahnsteige 1 und 2 komplett erneuert. " So schmuck, praktisch und behindertengerecht wie die in Benneckenstein werden sie dann sein ", versichert Heide Baumgärtner. Und die von Volksstimme-Lesern empfohlene bessere Ausschilderung des HSB-Bahnhofes in Hasserode ( wir berichteten ), soll auch berücksichtigt werden. " Es bietet sich förmlich an, zumal dieser Haltepunkt von vielen Touristen genutzt wird ", sagt Geschäftsführer Matthias Wagener auf Nachfrage.

In den beiden anderen Bauabschnitten werden jeweils 500 Meter Gleisbett zwischen den Haltestationen Hasserode und Steinerne Renne sowie zwischen Hochschule Harz und Westerntor saniert. In der Kirchstraße soll Anfang Oktober begonnen werden.

Sind die Gleise und Bahnsteige saniert, werden in Hasserode zwei Bahnübergänge modernisiert : der in der Amtsgasse und auf der Friedrichstraße. Beide bekommen bis Ende 2010 eine Halbschranke.