Seit Monaten wird an der Thiestraße kräftig gebaut. Mehr als zwei Millionen Euro investiert das Harz-Klinikum dort in die Sanierung und den Umbau eines historischen Gebäudes. Im Spätherbst soll die Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie off ziell eingeweiht werden.

Blankenburg. Die Aus- und Umbauarbeiten in der Psychiatrischen Klinik des Harz-Klinikums Wernigerode-Blankenburg gehen in die letzte Phase. Ende Oktober / Anfang November soll an der Thiestraße die offzielle Eröffnung des neuen " Hauses D " gefeiert werden. Wie Anita Gessing, Leiterin der Betriebstechnik, erklärte, wird mit der Sanierung des Klinikgebäudes und dem inzwischen fertiggestellten Anbau die Psychiatrie und Psychotherapie des Harz-Klinikums an einem Standort konzentriert. Das Haus an der Lindestraße wird zum Jahresende endgültig schließen.

Besonders positiv wirke sich bei dem Vorhaben aus, dass das Ministerium für Arbeit und Soziales das Projekt mit rund zwei Millionen Euro fördert. Im Einzelnen entstehen drei Stationen mit modernen Patien ten- und Ärztesprechzimmern sowie Umkleide-, großzügigen Aufenthalts- und Therapieräumen sowie Ruhezonen. Der Umbau des um 1900 errichteten Hauses stellte dabei eine besondere Herausforderung dar : " Wir haben das offene Treppenhaus mit dem Aufzug abgebrochen, um größere Nutzfächen zu erreichen ", erklärte Anita Gessing. Die hölzerne Balkonanlage wurde ebenfalls abgerissen und durch Mauerwerk ersetzt. An der Ostseite – Ecke Thie- / Löbbeckestraße – entstand ein Erweiterungsbau, in dem zusätzliche Patientenzimmer sowie ein Fluchttreppenhaus untergebracht wurden.

Lichtdurchf utete Wand

Besonders intensive Vorarbeiten waren für den geplanten Außenbereich der geschlossenen Station im Erdgeschoss notwendig, wo künftig maximal acht schwer kranke Patienten betreut werden. " Damit wollen wir auch diesen Menschen ermöglichen, sich an der frischen Luft zu bewegen und ihnen gute Therapiebedingungen bieten ", so Anita Gessing. Im Vorfeld haben sich die Verantwortlichen in anderen Kliniken angeschaut, wie solche Bereiche gestaltet werden können. " Wir haben dabei so gut wie alle Möglichkeiten ausgeschöpft, alles interessanter und schöner zu machen ", so die technische Leiterin. Gebaut wird nun eine etwa drei Meter hohe Wand. Zur Straßenfront werden Holz- und Stahlprof le verwendet, die begrünt werden. Zum Klinikgelände hin soll ein lichtdurchf utetes Wandsystem aus Glas und Beton Verwendung fnden – mit viel Grün, Sitznischen und Tischtennisplatte.

" Wir haben uns gerade bei der Gestaltung der Mauer viel Mühe gegeben. Mit dem Materialmix aus Holz, Glas und Beton wird sie optisch aufgewertet und entspricht auch dem Charakter der angrenzenden Kurzone ", so Anita Gessing.

Mit mehr als 400 Mitarbeitern ist das Harz-Klinikum größter Arbeitgeber in Blankenburg. In ihren psychiatrischen und psychotherapeutischen Einrichtungen betreuen sie jährlich rund 1500 Menschen stationär, ambulant und in einer Tagesklinik.