Mit einem Aktionstag auf dem Nicolaiplatz in Wernigerode erinnerten die Mitglieder des Kreisverbandes an die Gründung des Deutschen Roten Kreuzes vor 150 Jahren. Zahlreiche Passanten nutzten die Möglichkeit, sich über die Arbeit der Hilfsorganisation zu informieren. Wegen Nachwuchssorgen warb das DRK auch um neue Mitstreiter.

Wernigerode. 150 Jahre gibt es das Deutsche Rote Kreuz ( DRK ) schon. " Ich bin noch nicht so lange dabei ", sagt Erich Goedecke, Geschäftsführer des Wernigeröder Kreisverbandes und lacht. Auf dem Nicolaiplatz in Wernigerode haben die Helfer in den knallroten Jacken mit den weißen Refektionsstreifen einen Infostand aufgebaut, einen Behindertentransportwagen geparkt und den Motorschlitten der Bergwacht vorgefahren. Mit dieser Aktion, die von zahlreichen Passanten genutzt wurde, wollen Erich Goedecke und seine Mitarbeiter an das Jubiläum erinnern.

Auf den Schweizer Henry Dunant geht die Gründung der Hilfsorganisation zurück. Im Jahre 1859 erschütterten ihn die Tausenden Verletzten des Sardinischen Krieges so sehr, dass er beschloss, zu helfen. Aus diesem Engagement erwuchs das DRK, das heute im In- und Ausland aktiv ist.

Im Altkreis Wernigerode zählt der Kreisverband 62 Mitarbeiter und mehr als 300 aktive Ehrenamtliche. Dazu kommen noch einmal 3000 Mitglieder, die die Organisation finanziell unterstützen.

Zum DRK Wernigerode gehört seit Anfang der 50 er Jahre die Bergwacht Harz. Wolfgang Schökel zählt zu den Gründern. Zu 20 bis 30 Bergungen werden die Retter pro Wintersaison gerufen. " Am Anfang dieses Jahres war es besonders schlimm ", erklärt Wolfgang Schökel. " Da war auf dem Brocken Glatteis. Viele Besucher sind ausgerutscht und haben sich verletzt. " Häuf ges Problem sei zudem, dass sich viele Wanderer überschätzen würden. Herz-Kreislaufbeschwerden seien der zweithäuf gste Grund, warum die Mitglieder der Bergwacht zu Hilfe gerufen wird. Problematischer sei das Zusammentreffen von Wanderern und Mountainbikern. " Sie fahren den Berg hinunter, stoßen mit Wanderern zusammen oder stürzen, weil sie zu schnell waren. Wir hatten schon schlimme Unfälle deswegen. "

Außerdem betreibt der DRKKreisverband das Kinderheim " Waldmühle ", ist in der Altenpfege aktiv, unterhält einen Behindertenfahrdienst und Krankentransport und bietet Erste-Hilfe-Kurse an. Bei diesem Angebot ist Goedecke auf Helfer angewiesen und das ist das Problem. " Uns fehlt der Nachwuchs ", erklärt der Geschäftsführer. Die Mitglieder werden älter, aber kaum Jugendliche wollen oder können sich engagieren. Interessenten können sich also in der Geschäftsstelle des DRK-Kreisverbandes in Wernigerode, Lindenallee 25, Telefon ( 0 39 43 ) 55 34 60, melden. Kontakt im Internet unter: www.kv-wernigerode.drk.de