Der " Kleine Harz " hat gestern offziell seine Pforten geöffnet. Auf 1, 5 Hektar Wiese gibt es eine Reise zu den Kulturschätzen der gesamten Region zu erleben. Am ersten Tag nutzten bereits etwa 8000 Besucher die Gelegenheit, die Miniaturenwelt zu erkunden.

Wernigerode. Als " etwas Einzigartiges, das so in ganz Deutschland und Mitteleuropa bisher nicht vorhanden ist ", würdigte Reiner Haseloff den Miniaturenpark.

Sachsen-Anhalts Wirtschaftsminister zeigte sich gestern Vormittag bei der Eröffnung eigenem Bekunden nach " tief beeindruckt " von dem Geschaffenen. Der Politiker vergaß auch jene nicht, denen Wernigerodes jüngste Attraktion zu verdanken ist. Diese Frauen und Männer hätten sich selbst ein Denkmal geschaffen.

Peter Gaffert hatte das neue Angebot zuvor eine " konsequente Fortentwicklung der Landesgartenschau 2006 " genannt. Die " sagenhaft akribischen Nachbauten " bedeuteten eine hervorragende Werbung für die gesamte Region, betonte der Oberbürgermeister.

" Ganz besonders wichtig ist, alle Modelle können Sie in natura sehen ", erklärte Michael Ermrich. Und : " 20 Jahre nach dem Mauerfall ist das möglich. " Der Landrat erinnerte daran, dass der " Kleine Harz " auch an einem anderen Standort hätte entstehen können. Wernigerodes damaliges Stadtoberhaupt Ludwig Hoffmann habe aber die sich bietende Chance erkannt. Gemeinsam mit der Kommunalen Beschäftigungsagentur Wernigerode und der Arbeitsgemeinschaft der Agentur für Arbeit Halberstadt sei das Vorhaben f nanziert worden. Ermrich : " 1, 5 bis 2 Millionen Euro sinnvoll angelegtes Geld. " Die endgültige Fertigstellung des Miniaturenparkes sei eine " große Herausforderung für die Zukunft ".

Dieser wolle man sich durchaus stellen, versicherte Ingolf Fölsch. Der Chef der Oskar Kämmer Schule Wernigerode bedankte sich bei allen Partnern für deren bisher geleistete Unterstützung. Schon der Brunnen vor dem Rathaus der bunten Stadt als erstes fertiggestelltes Modell habe gezeigt, dass keine Bastelstunden veranstaltet würden, sondern höchste Präzision gefragt sei.

In spätestens vier Jahren soll der 1, 5 Hektar große " Kleine Harz " komplett sein, blickte Ingolf Fölsch voraus. Für die Zeit danach gibt es bereits eine neue Idee – den originalgetreuen Nachbau der Rappbodetalsperre.

Spätestens dann dürfte es erneut so einen Gästeansturm wie gestern geben. Frank Schröder prognostizierte bis zum Abend etwa 8000 Besucher. Der Bürgerparkchef : " Dass es so viele werden, hätten wir nicht gedacht. 10 000 an allen drei Tagen wäre okay gewesen. "

Bis morgen Abend bieten die Ausrichter noch ein buntes Programm voller Höhepunkte. Mal heiter wie heute ab 15. 30 Uhr beim Familienkonzert mit dem Philharmonischen Kammerorchester. Oder besinnlich, wenn es um 20 Uhr heißt " Modell Kirche - Die Gemeinschaft von Taizè, Informationen und Gesänge im Kerzenschein ".