Aufwind beim FC Einheit Wernigerode. Die Fußballer sind aufgestiegen und bekommen Topp-Bedingungen. Letzteres ist noch in der Planung und an einen Übernahmevertrag gebunden. Bislang kein Freund davon, will der Vorstand sich diese " letzte Chance " nicht entgehen lassen. Zustimmen müssen noch die Mitglieder.

Wernigerode. " Wir haben wohlwollend zur Kenntnis genommen, dass die Fußballer von Einheit vorfristig den Aufstieg in die Verbandsliga geschafft haben ", sagte Rita Ahrens. Die Chef n des Wernigeröder Sportamtes sieht somit das Engagement der Stadt, die Bedingungen im Stadtion an der Mannsbergstraße endlich grundhaft zu verbessern, mehr als gerechtfertigt. In der sogenannten Sportstättenleitplanung, die vom Stadtrat im Dezember 2008 verabschiedet wurde, haben die Bauvorhaben in Oberhasserode Priorität.

Bereits für dieses Jahr wurden 90 000 Euro für die Projektierung bewilligt. Ein Plan, wie das neue Vereinshaus aussehen soll, liegt auch schon vor. Gemeinsam mit dem Vorstand des FC Einheit abgestimmt, sollen in dem Neubau Umkleideräume, Duschzellen mit WC, Versammlungsraum, Büros, Zuschauertoiletten und auch die Sprecherkabine Einzug halten. Entstehen soll das zweistöckige Gebäude längs zur Amtsfeldstraße, so nah wie möglich zum Spielfeldrand hin.

Die Gesamtkosten belaufen sich auf 1, 017 Millionen Euro. " Zur Finanzierung und weiteren Nutzung hat es mit dem Einheit-Vorstand ein sehr konstruktives Gespräch gegeben ", sagte Rita Ahrens. Demnach sei geplant, dass sich die Stadt mit 617 000 Euro beteiligt, der Fußballverein 400 000 Euro trägt. Grundvoraussetzung für das ganze Vorhaben ist die vertragliche Regelung zwischen Eigentümer Stadt und FC Einheit, dass der Fußballverein den Neubau bzw. später die gesamte Sportanlage in Eigenregie übernimmt.

Bislang wurde die Übernahme der Sportstätte vom Fußball-Club nicht in Erwägung gezogen. " Am 17. Juni, auf der Mitgliederversammlung, werden wir das Konzept vorstellen ", sagte Helmut Homann. Denn, so der Einheit-Präsident weiter, " solch ein Schritt bedarf der Zustimmung aller ", wobei er auch betonte : " Es ist die letzte Chance, in absehbarer Zeit Topp-Bedingungen zu haben. Das sollten wir uns nicht entgehen lassen. "

Vorausgesetzt, der Vertrag entspricht den Interessen beider Parteien und gelingt, der neugewählte Stadtrat stimmt im Herbst dem Zuschuss von 617 000 Euro zu und die Fußballer haben ihren f nanziellen Anteil gesichert, könnte im Frühjahr 2010 gebaut werden. Im nächsten Abschnitt würden dann die Traversen und die Umfriedung saniert werden.

" Es geht vorwärts ", gaben sich Rita Ahrens und Präsident Homann zuversichtlich. Und Fußball werde so oder so weiter gespielt an der Mannsbergstraße. Bis zum Saisonende am 13. Juni mit Siegesfeier und auch in der Verbandsliga. " Ich gehe davon aus, dass wir keine Bauaufagen vom Fußballverband bekommen ", so Homann.