Mit einem Feuerwerk haben die Fast-Wernigeröder aus der Brockengemeinde den ersten Geburtstag ihres letztlich erfolgreichen Bürgerbegehrens gefeiert. Am 16. März hatten die Schierker mit einem Wahlergebnis von 66 Prozent für die Eingemeindung gestimmt. Das ist noch immer ein Grund zum Feiern, befand die Gemeinderatsfraktion Bund Schierker Bürger.

Schierke. Fraktionschef n Christiane Hoppstock hatte Gemeinde- und Wernigeröder Stadträte, Vertreter beider Verwaltungen sowie Vereine und Verbände eingeladen. Eine gesonderte Einladung ist an jene Schierker Familien ergangen, die mit ihrem Engagement das Bürgerbegehen erst möglich gemacht hatten. Hoppstock bedankte sich am Mittwochabend in ihrer kurzen Ansprache ausdrücklich bei folgenden Einwohnern : Otto Duhme, Inge und Bernd Riemenschneider sowie den Familien Bidault, Glenk, Klapproth, Koch, Lissel, Müller, Nehls, Papendieck, und Winkler. Die Fraktionschefn fand auch lobende Worte an die Adresse der Wernigeröder Stadtverwaltung sowohl unter Oberbürgermeister Ludwig Hoffmann ( SPD ) als auch Peter Gaffert und Stadtratspräsident Uwe-Friedrich Albrecht ( CDU ). Christiane Hoppstock bezeichnete die Entscheidung einer deutlichen Mehrheit der Schierker für eine Ehe mit Wernigerode als richtig. Zugleich forderte sie vom Wernigeröder Rathaus nach der Eingemeindung auch Taten ein : " Schierke hat jetzt ein Schloss, und Wernigerode hat den Brocken, hat Oberbürgermeister Gaffert gesagt. Vergessen wir aber nicht, der Weg dorthin führt über Schierke. "

Touristische Erfolge

binnen fünf Jahren

Gaffert bekräftigte auch in dieser festlich-feierlichen Runde, er wolle binnen fünf Jahren Erfolge bei touristischen Investitionen für den neuen Ortsteil vorweisen können. Der Wernigeröder Stadtchef habe dazu bereits gute Gespräche mit dem Magdeburger Wirtschaftsministerium und Investoren geführt, könne darüber derzeit jedoch öffentlich nicht reden. Am Montag werde die Stadtverwaltung erstmals in Schierke beraten. Fragen der Personalübernahme und des Gemeindeeigentums stünden auf der Tagesordnung, ebenso ein Rundgang im künftigen Ortsteil, kündigte der Rathauschef an. Um in Schierke erfolgreich zu sein, so Peter Gaffert, brauche es auch die Unterstützung aus dem Ort : " Sie müssen sich zusammenraufen – mehr als zuletzt – wir alle können nicht damit zufrieden sein, dass Schierke derzeit lediglich ein großer Parkplatz für den Brocken ist. "