Wernigerode ( af ). Brigitte Wilde sieht für sich gleich mehrfach die moralische Verpfichtung zum Blutspenden. Beide Eltern haben schon den Lebenssaft anderer Menschen benötigt, andererseits sieht sie für sich im Blutspenden eine schöne Geste der Hilfsbereitschaft. Die 48-jährige Wernigeröderin wurde kürzlich in der Harzblickschule für ihre 50. Blutspende mit einem Präsentkorb, Blumen und einer Ehrennadel geehrt. " Sofern es mir die Gesundheit erlaubt, will ich unbedingt noch die 100. Blutspende schaffen ", kündigte sie an, als ihr die DRK-Mitarbeiterin Irene Oels dankte. Dabei wurde gewürdigt, dass die Wernigeröderin schon seit 1979 regelmäßig kommt.

Auch Michaela Erdmenger ( 44 ), sie hatte im 18. Lebensjahr mit dem Blutspenden begonnen, will diese runde Zahl erreichen. Sie ist diesem Ziel schon näher als Brigitte Wilde, wurde sie doch für die 60. Blutspende ebenfalls mit Blumen, Präsentkorb und einer Nadel geehrt. Ihr Sohn ( 21 ) war mit ihr gekommen. " Ich brauchte ihn nicht zu überzeugen. Eines Tages sagte er, dass er mitkommen wolle. Seitdem gehen wir zusammen. " In ihrer Familie benötigte bisher noch niemand das Blut anderer Menschen, dennoch will sie helfen, vielleicht auch deshalb, weil sie nie weiß, ob sie irgendwann einmal auf die Hilfe durch andere Menschen angewiesen ist.