Wernigerode. "Ein sehr schönes Rot", stellte Jens Bullerjahn fest. Der Finanzmister und all die andere Geladenen schauen in die Höhe, begutachten die Fassaden der Schulgebäude im Harzblick.

Die städtische Grundschule und auch die im Haus zur Miete eingezogene Freien Grundschule haben im Dezember vergangenen Jahres neue Fenster bekommen. 191 insgesamt, alle in Rot. Gleichzeitig wurde die Heizungsanlage modernisiert. Alles in allem sind rund 200 000 Euro aus dem Konjunkturpaket II in das Wernigeröder Schulhaus in der Heidebreite "gut investiert worden", lobte der SPD-Landespolitiker weiter. Zumal mit der Sanierung deutlich Energiekosten eingespart werden. Das bestätigte Oberbürgermeister Peter Gaffert: "Trotz des harten Winters sind in vier Monaten rund 2000 Kilowatt-Stunden weniger verbraucht worden.

Der gestrige Rundgang durch die Harzblick-Grundschule hinterließ bei Bullerjahn einen "sehr positiven" Eindruck. Und weil die Bildungsstätte mit 120 Kindern, die in acht Klassen lernen und von zwölf Pädagogen betreut werden, gut ausgelastet sei, "lohnt es sich, auch weiter zu investieren, in Ihre Schule der Zukunft." Der Minister animierte die Lehrerinnen Bianca Bröer und Sonja Geisenhahn sowie auch den zuständigen Dezernenten Andreas Heinrich: "Schicken Sie mir ihre Ideen, Hinweise, Anregungen. Im Moment ist viel in Bewegung."

Mit gleicher Euphorie war Bullerjahn vorher vor etwa 20 Bürgermeistern aus dem Harzkreis aufgetreten. Schwerpunkt des Arbeitsgespräches in der Ratswaage des Wernigeröder Rathauses war das von der Landesregierung aufgelegte Teilentschuldungsprogramm STARK II. Hierbei haben Kommunen die Chance, dass ihnen von einem bestimmten Betrag ihrer Schulden 30 Prozent erlassen werden. Vorausgesetzt, sie schließen mit der Investitionsbank Sachsen-Anhalt den entsprechenden Umschuldungsvertrag ab.