Mit einem besonderen Geburtstag begann das Jahr in der Stadt Oberharz: Helene "Lenchen" Güldner aus Hasselfelde feierte Neujahr in Stiege 100. Geburtstag - mit Gesang, vielen Gratulanten und einem Gläschen Sekt.

Stiege (jko/bfa). Ihren 100. Geburtstag feierte am Neujahrstag, dem 1.1.11, Helene Güldner im Pflegeheim Am Hasselbach am Stieger See.

Ab Mittag schon trafen die Gratulanten bei "Lenchen" ein, wie die Harzerin wegen ihres lieben, bescheidenen Wesens schon seit Urzeiten liebevoll genannt wird. Zu den Gratulanten gehörten das Heimpersonal und Stieges Bürgermeister Rolf Peter König genauso wie Therapeut Olaf Schnitzer oder Oberschwester Gabriele Weißleder, die sich mit ihrem Team stets und auch zum Jahreswechsel um alle Heimbewohner kümmern.

Neben Verwandten und Freunden gratulierten auch die Folkloristen aus Hasselfelde mit einem längeren Ständchen. Denn Helene Güldner war bis zu ihrem 95. Jahr, also quasi vor kurzem noch, Mitglied der Harzfolkloregruppe Hasselfelde. So sang und schunkelte die Jubilarin auch mit 100 Jahren fröhlich zum Lied "Wir sind die Harzgebirgler". Auch die Lieder "Wie schön, dass Du geboren bist" und Harzweisen wie das Wilddiebslied "Wer schleicht dort im finsteren Walde" sorgten für viel Freude.

Gearbeitet hat die gebürtige Hasselfelderin viele Jahre bei der Forst - faktisch bis zum 70. Lebensjahr. Zwei Töchter hat Helene Güldner großgezogen, heute schauen sechs Enkel, 13 Urenkel und zwei Ur-Urenkel schon mal staunend zu ihrer Ahnin auf.

Seit zwei Jahren wohnt "Lenchen" nun unweit ihres Heimatortes in dem Stieger Pflegeheim. Dort fühlt sie sich sichtlich wohl, wird von den Töchtern zusätzlich umsorgt, die am Sonnabend auch die Riesenparty für ihre Mutter meisterten. Und die geneh-migte sich zu ihrem denkwürdigen Tag sogar ein Gläschen Sekt und stieß mit den Gästen an – ein Prosit auf die magische 100 und das neue Jahr.

 

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