In Gutenswegen steht 2014 ein Vorhaben im Vordergrund: der Millionen Euro teure Umbau der alten Grundschule in eine Kindertagesstätte. Für weitere große Investitionen werden laut Ortsbürgermeister Lothar Chelvier keine Mittel bereitstehen.

Gutenswegen l Soll sie umgebaut werden oder soll sie nicht? Diese Frage hat in Gutenswegen im vergangenen Jahr viele Gemüter bewegt. Gemeint ist die ehemalige Grundschule im Ort, die sich in eine moderne Kindertageseinrichtung wandeln soll. Im Sommer lehnte der Gemeinderat das insgesamt rund drei Millionen Euro teure Vorhaben ab und verzichtete damit zunächst auch auf Fördermittel in Höhe von 1,8 Millionen Euro. Ein Elternkuratorium engagierte sich dafür, dass doch noch gebaut wird. Letztendlich wurde der Gemeinderatsbeschluss gegen den Umbau gekippt.

"Wir können nur kleine Schritte machen."

Lothar Chelvier, Ortsbürgermeister von Gutenswegen

"Nach vielem Hin und Her ist es jetzt so weit, dass die Grundschule zur Kita umgebaut wird. Das Vorhaben muss in diesem Jahr angepackt werden - Ende des Jahres soll der Umbau fertig sein", sagt Lothar Chelvier, Ortsbürgermeister von Gutenswegen. Dann nämlich ende der Förderzeitraum für das Projekt. Im Frühjahr sollen laut Chelvier die Arbeiten beginnen. Die Planung laufe bereits.

Neben der neuen Einrichtung für die Jüngsten sei in Gutenswegen 2014 keine weitere größere Investition geplant. "Wir können nur kleine Schritte machen", sagt Chelvier. "Das ganze Geld fließt in den Umbau der Grundschule, weiter können wir nicht viel machen", fügt er hinzu. Seit 2007 ist der heute 60-Jährige Bürgermeister in Gutenswegen - und das sehr gern, sagt er. "Ich helfe gern, wo es geht und sehe zu, dass die Ortschaft weiter vorankommt. Aber die Mittel sind sehr begrenzt", fasst er zusammen. Eine kleinere Investition ist für dieses Jahr noch auf dem Friedhof geplant. "Die Vorderseite der Begräbnishalle soll neu gestrichen werden", informiert Chelvier.

Wie viel Geld 2014 für weitere kleine Reparaturarbeiten oder Projekte letztendlich bereitsteht, entscheidet sich, wenn der neue Haushalt steht. Der endgültige Plan für 2013 wurde laut Chelvier erst am 26. November des vergangenen Jahres verabschiedet. Die Gründe für die Verzögerung seien Beanstandungen der Kommunalaufsicht am ursprünglichen Finanzierungsplan und eine längere Zeit unbesetzte Kämmereistelle gewesen. "Ich hoffe, dass es diesmal schneller geht, wir können ja sonst nicht handeln", sagt der Orts-Chef.

Neben der neuen Betreuungseinrichtung können sich die Einwohner im Ort in diesem Jahr unter anderem auch auf drei große Feste freuen. Im Februar startet der Gauseberger Karnevalverein mit vielen Veranstaltungen in seine 59. Session. Für den 25. Juni ist zudem eine Feier zum 20-jährigen Bestehen des Heimatvereins geplant. Zum vierten Mal feiern die Gutensweger im Herbst dann ihr zünftiges Oktoberfest. "Es wusste anfangs niemand, wie die Veranstaltung angenommen wird. Beim ersten Mal sind vielleicht 10 bis 15 Prozent der Besucher in Dirndl oder Lederhose gekommen, inzwischen sind es viel mehr", sagt Lothar Chelvier erfreut.