In der Verbandsgemeinde Elbe-Heide sind zum Jahresbeginn gleich drei Fördermittelbescheide eingetroffen. Damit werden Straßenbauvorhaben in Angern und Heinrichsberg sowie zwischen Rogätz und Loitsche gefördert.

Elbe-Heide l Wohl alle Bürger in Loitsche und Rogätz wünschen sich einen sicheren Radweg zwischen den beiden Dörfern. Bei der in Planung befindlichen Trasse entlang der Landes_ straße lässt sich das Land aber noch gehörig Zeit. Umso mehr freut es die Pedalritter in den beiden Gemeinden, dass mit einem kleinen Umweg über den alten Loitscher Bahnhof noch in diesem Jahr ein Radweg fertiggestellt wird.

"Der Fördermittelbescheid dafür ist am Anfang des Jahres eingetroffen", informierte Olaf Schmilas vom Bauamt der Verbandsgemeinde Elbe-Heide. Von den Gesamtkosten in Höhe von rund 550000 Euro übernimmt das Land aus dem Entwicklungsprogramm für den ländlichen Raum mehr als 320000 Euro.

Steinschüttungen für die Garteneidechsen vorgesehen

"Ende Januar sind die Ausschreibungen fertig, so dass wir noch im April mit den Arbeiten beginnen können", schätzt Olaf Schmilas ein. Die rund 3,4 Kilometer lange Strecke zwischen der Rogätzer Seilerstraße und der Loitscher Bahnhofstraße soll als drei Meter breiter Bitumenweg ausgeführt werden. "Allerdings nicht die gesamte Strecke", schränkt der Mitarbeiter des Bauamtes ein, "rund 600 Meter werden lediglich als Betonfahrspuren ausgeführt." Geschuldet ist das dem Vorkommen von Garten- eidechsen. Sie sollen nicht dazu verleitet werden, sich auf dem warmen Bitumenbelag zu sonnen. Damit sie nicht unter die Räder kommen, werden unweit des Radweges an ausgewählten Plätzen Steinschüttungen als Sonn- und Ruheplätze für die Eidechsen vorgenommen.

Damit der Weg nicht von Kraftfahrzeugen unbefugt benutzt wird, sind Poller vorgesehen. Die Kosten für den Weg teilen sich die Gemeinden Rogätz und Loitsche-Heinrichsberg paritätisch entsprechend der Gemarkungsanteile.

Rund 150000 Euro soll der Ausbau des Weges von der Loitscher Straße in Angern bis zum Wald kosten. Damit soll unter anderem das Betriebsgelände des Landwirtschaftsbetriebes Horstmann erschlossen werden. Für dieses Projekt kommen ebenfalls aus dem Entwicklungsprogramm für den ländlichen Raum 85267 Euro. "Dieser Weg wird auf einer Länge von rund 640 Metern als Betonspurbahn ausgebaut", teilte Olaf Schmilas mit. Die Ausschreibung für die Arbeiten läuft bereits. Deshalb könnte abhängig von der Witterung schon im März Baubeginn sein. Als Ausgleichsmaßnahme werden entlang des Weges 35 Bäume gepflanzt.

Auch in Heinrichsberg wird bald gebaut. Hier soll das Teilstück der Umfassungsstraße zwischen dem Brinkweg und der Rogätzer Straße grundhaft ausgebaut werden. Das knapp 300000 Euro teure Bauvorhaben fördert das Land mit 162250 Euro.

Durchörterung des Elbdeiches bereits genehmigt

Das Besondere an diesem Bauvorhaben ist, dass gleich- zeitig etwas für den Drängwasserschutz in Heinrichsberg getan werden soll. "Wir haben aus dem 30-Millionen-Euro-Förderprogramm des Umweltministeriums für den Drängwasserschutz Fördermittel beantragt", informierte Verbandsgemeindebürgermeister Thomas Schmette.

Damit soll unter anderem der Einbau einer Druckrohr- leitung in der Umfassungsstraße finanziert werden. Über diese Leitung wird im Bedarfsfall mittels einer Hochleistungspumpe das Wasser abgepumpt und in die Elbe geleitet. "Die Genehmigung für die sogenannte Durchörterung des Elbdeiches ist bereits erteilt worden", so Schmette. Der Baubeginn in der Umfassungsstraße ist für Mai vorgesehen.