Eine Vereinbarung zur transnationalen Zusammenarbeit hat Bürgermeisterin Steffi Trittel im polnischen Bielany unterzeichnet. Sie war von Bielanys Bürgermeister zu einem viertägigen Besuch in die Wojewodschaft Masowien eingeladen worden.

Bielany/HoheBörde l Beeindruckt ist Bürgermeisterin Steffi Trittel nach ihrer Rückkehr aus Masowien, der größten Wojewodschaft (Bundesland) Polens rund um Warschau.

Viel Lob für die engagierten Gastgeber in Bielany

"Ich habe stolze , kluge und hoch motivierte Menschen kennengelernt, die keine Angst vor neuen Aufgaben haben und sich der Herausforderung der europäischen Integration stellen und sich darauf freuen. Diese Menschen wissen, was sie können, und sie wissen, was sie wollen. Unsere Gastgeber sind sehr weltoffen, das zeigt sich auch in Broschüren und Informationen, die allesamt auf deutsch waren. Sehr beeindruckend", erklärte Steffi Trittel nach ihrer Rückkehr aus der Gemeinde Bielany, einem ländlich geprägten 4000-Einwohner-Ort nördlich von Warschau.

Auch Leader-Gruppen sollen miteinander kooperieren

Im November hatte Jaroslaw Supera, der Vorsitzende der Lokalen Leader-Aktionsgruppe (LAG) in Masowien, das Rathaus der Hohen Börde besucht und Steffi Trittel im Auftrag von Bielanys Bürgermeister Zbigniew Wozniak nach Polen eingeladen. Gemeinsam mit Matthais Schwenke, dem Vorsitzenden des Wirtschaftsausschusses Hohe Börde, und mit Mathias Willenbockel - Landes-Agrarministerium und zuständig für internationale Beziehungen Sachsen-Anhalts - trat sie den Gegenbesuch an.

Auf dem Programm standen Treffen im Warschauer Landwirtschaftsministerium, der Besuch einer Skilanglaufveranstaltung, eines Unternehmerfaschings, ein Empfang mit Vorführungen von Schülerensembles und Gespräche mit Bürgermeister Zbigniew Wozniak.

"Ich habe stolze , kluge und hoch motivierte Menschen kennengelernt, die keine Angst vor neuen Aufgaben haben und sich der Herausforderung der europäischen Integration stellen und sich darauf freuen."

Steffi Trittel

Beide Seiten verständigten sich auf die Unterzeichnung einer Erklärung. Danach streben die Gemeinde Bielany und die Gemeinde Hohe Börde neben regelmäßigem Austausch auf Bürgermeisterebene die Vorbereitung und Verwirklichung gemeinsamer transnationaler Projekte an - zum Beispiel mit Hilfe des EU-Förderstrategie Leader, einem Instrument zur Förderung der Lebensqualität im ländlichen Raum. Steffi Trittel ist auch Vorsitzende der Lokalen Leader-Aktionsgruppe "Flechtinger Höhenzug". "Ich habe die Mitgliederversammlung unserer LAG bereits über diese Erklärung informiert. Unsere Gruppe unterstützt dieses Anliegen", unterstrich Steffi Trittel.

Der Gemeinderat Hohe Börde soll am 25. Februar die Kooperationsverträge absegnen. Die unterzeichnete Vereinbarung zielt auch auf den Schüler-, Sport- und Kulturaustausch zwischen beiden Regionen, will die lokale Wirtschaft und Ansiedlungspolitik fördern, die Vermarktung regionaler Produkte aus beiden Regionen ankurbeln und den ländlichen Tourismus fördern. Initiativen, die diesen Zielen dienen, sollen von beiden Kommunen und auch von den Leader-Aktionsgruppen unterstützt werden.