In Wolmirstedt werden Bänke gerückt. An der Ohre stellen Bürger Parkbänke unerlaubt unter die Brücke. Im Stadtzentrum montiert der Wirtschaftshof demnächst planmäßig Kleinmöbel an andere Plätze.

Wolmirstedt l Claudia Plathe besucht mit ihrer vierjährigen Tochter Mira regelmäßig die Physiotherapie in Wolmirstedt. Bevor die beiden nach Meitzendorf zurückkehren, rasten sie gern an der Ohre und beobachten die Enten. Mutter und Tochter haben Glück. Ihre Lieblingsbank an der Skulptur vor der Freilichtbühne steht. Die Bänke am Spielplatz an der Amtsbrücke hingegen sind verschwunden. Sie wurden von Unbekannten unter die Brücke gebracht. "Immer wieder stellen Jugendliche die Bänke um", ärgert sich Wilfried Frenkel, Leiter des Eigenbetriebes Wirtschaftshof. Und immer wieder müssen die Wirtschaftshof-Mitarbeiter die Ohrepromenade kontrollieren, die Bänke suchen und wieder zurückstellen.

Auf dem Boulevard hingegen beginnt demnächst ein Möbelrücken der anderen Art. Hier ist es gewollt, dass Bänke, Papierkörbe und zwei Fahrradständer an anderer Stelle montiert werden. "Auf mehrfachen Wunsch unserer Wochenmarkthändler werden wir den Markt umgestalten", sagt Dirk Illgas vom Fachdienst Ordnung und Sicherheit. Viele Markthändler wollen längs nebeneinander, in der Laufrichtung der Kunden stehen. Sie fühlen sich besser wahrgenommen und erzielen nach eigenen Angaben höhere Umsätze. Die Stadt will diesem Wunsch ab März folgen. "Die Umgestaltung gilt als eine Maßnahme der Wirtschaftsförderung", so Illgas. Bewährt sich die neue Aufstellung der Verkaufsstände, wird sie im Laufe des Jahres in einer neuen Marktsatzung festgeschrieben.

Stehen die Verkaufswagen nebeneinander, streckt sich die gesamte Marktmeile. "Wir ziehen sie bis vor das Gebäude des Wolmirstedter Wasser- und Abwasserzweckverbandes (WWAZ)", so Illgas. Händler mit kleinen Ständen, die nur saisonal auf dem Markt stehen, wie Spargelhändler, können im schmalen Bereich des Boulevards platziert werden. Für viele der großen Wagen ist es dort zu eng. Bei der Aufstellung der Wagen muss stets beachtet werden, dass die Wege für Rettungsfahrzeuge frei bleiben.

Die Umsetzung der Boulevardmöblierung übernimmt der Eigenbetrieb Wirtschaftshof. Die Kosten dafür müssen ermittelt werden.

 

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