Wolmirstedt l Martin Wilms ist in der Ohrestadt kein Unbekannter. Bereits zum vierten Mal seit 2011 gastierte der Kabarettist aus Dorst auf Einladung der Pfingstgemeinde Wolmirstedt. Im "Treffpunkt Hoffnung" in der Friedensstraße 8 begrüßte Pastor René Barth die Gäste am Sonnabend und wünschte viel Spaß mit "Der Wilms".

Mit seinem neuen Programm "Was bisher geschah...!" knüpfte der wortgewaltige Mann an seine früheren Auftritte an. Auch diesmal brachte er ein wenig Lokalkolorit ein, sagte, dass er sich eigentlich in Wolmirstedt verliebt habe, aber "eine richtig fette Frittenbude vermisse, wo man auch um Mitternacht noch was reinhauen kann". Überhaupt war für den XXL-Typen das Essen neben der Erkenntnis, dass Männer und Frauen nicht zusammenpassen, ein wichtiges Thema. Alltägliches wurde humorvoll einem kritischen Kennerblick unterzogen.

Neben der Essenz aus seinen früheren drei Bühnenprogrammen. "Klare Verhältnisse", "Die Mutter aller Fragen" und "Schmerz kann weh tun" vermittelte er dem gutgelaunten Publikum auch neue Erkenntnisse, die ihn vor allem seit der Geburt seiner Tochter bewegen. Wie immer ließ er auch kleine Episoden aus seiner eigenen Kinderzeit einfließen, kokettierte mit seiner Herkunft aus Essen-Borbeck und der derben Sprache im Ruhrpott. "Quassel nich und schepp" habe ihm seine Mutter beim Mittagessen befohlen. Ein anderes Beispiel ist die Unterhaltung zwischen Tochter und Mutter. Sagt die Tochter "Gib mich mal die Pommes", so verbessert die Mutter: Das heißt: `gib mich mal die Pommes, bitte". Ob Banales oder Weltbewegendes, alles hatte seinen Platz in "Was bisher geschah..."

Pastor Barth plant Gründung einer Pfadfindergruppe

Pastor Barth, der nach seinem Umzug von Meitzendorf nach Wolmirstedt im November 2013 den Treffpunkt im Erdgeschoss seines Hauses eröffnet hat, will weiter Veranstaltungen für jedes Alter anbieten. Im Vorjahr hatte die Pfingstgemeinde mit ihrem "Adventskalender" auf sich aufmerksam gemacht. Als nächstes ist die Bildung einer Pfadfindergruppe geplant. Die christlichen Pfadfinder "Royal Rangers" aus Magdeburg waren schon mehrmals bei Veranstaltungen auf der Schlossdomäne vertreten. "Wir hatten immer eine gute Resonanz und hoffen nun, dass sich genügend Interessenten finden, um eine solche Gruppe in der Ohrestadt zu gründen." Potentielle Mitglieder könnten dann erstmal das Magdeburger Pfadfinderleben kennenlernen, bevor sie sich entscheiden.

Kontakt zur Pfingstgemeinde in Wolmirstedt gibt es unter der Telefonnummer 039201/276294.