Das Interesse, hinter die Mauern des Generationenhauses "Wohnen Plus" zu schauen, war riesig. Bevor sich um 14 Uhr am Platz des ehemaligen Pavillons in der Farsleber Straße 21 die Türen öffneten, hatte sich eine lange Schlange gebildet.

Wolmirstedt l Für den Neubau hat die Allgemeine Wohnungsgenossenschaft (AWG) 2,4 Millionen Euro investiert. 15 Wohnungen und 4 Gewerbeeinheiten haben darin Platz. Die Wohnungen sind seit langem vermietet. Lediglich drei von ihnen waren zum Tag der offenen Tür noch nicht bezogen und konnten von den zahlreichen Besuchern besichtigt werden.

Erika Kraft und Renate Brandt gehörten zu den Interessierten. "Wir waren neugierig auf das Konzept", sagt Erika Kraft, "wir werden schließlich nicht jünger." Noch kommt ein Umzug in altersgerechte Wohnungen für die beiden Frauen nicht in Frage. Aber der Blick in die Farsleber Straße 21 verschaffte einen Eindruck, wie es sich darin wohnen lässt. "Die Wohnungen sind hell und freundlich", sind sich beide Frauen einig, "vielleicht etwas klein." Eine Dame bemerkte, dass ihre großen Möbel darin kaum Platz finden würden.

Erika Kraft und Renate Brandt nahmen auch die Aussicht auf den Friedhof unter die Lupe. "Der Blick fällt auf viel Grün." Das gefällt ihnen. Als bestechensten Vorteil sehen sie jedoch die Nähe zum Zentrum. "Die Apotheke und Einkaufsmöglichkeiten sind nah und hier im Haus ist man nicht allein", sagt Renate Brandt. Besonders die helle Begegnungsstätte im Erdgeschoss hat es ihnen angetan.

Altersgerechte Wohnungen schafft derzeit auch die Wolmirstedter Wohnungsbaugesellschaft (WWG) am Zentralen Platz. Auch dort soll Bürgern das Leben bis ins hohe Alter gewährleistet werden. "Der Bedarf dafür ist riesengroß", konstatiert Erika Kraft.

Das weiß auch AWG-Chef Siegfried Bärhold. Die nächsten Projekte werden bald in Angriff genommen. Im Birkenweg 10 wird demnächst der ehemalige Landwirtschaftliche Betrieb abgerissen. Dort sollen 16 bis 22 Häuser entstehen. "Wohnen mit altersgerechten Aspekten" heißt die Überschrift über diese Bauten, für die 3,5 Millionen Euro in die Hand genommen werden. In der Damaschkestraße hingegen sollen 12 bis 14strikt altersgerechte Wohnen entstehen. Das Investitionsvolumen wird dafür rund eine Million Euro betragen.

Im gerade fertiggestellten Gebäude in der Farsleber Straße21 gibt es neun 54 Quadratmeter große Wohnungen, fünf 64 Quadratmeter große Wohnungen und eine Wohnung mit 103 Quadratmetern. Außerdem finden vier gewerbliche Nutzer Platz. Eine Physiotherapie und eine Anwaltskanzlei gehören dazu.

Die Bauzeit dauerte von November 2012 bis März 2014. "Die Außenanlagen haben wir bewusst noch nicht fertig gestellt", so Siegfried Bärhold, "weil wir hoffen, dass die letzten Mieter beim Einzug einen Möbellift benutzen." Diese Art des Möbeltransportes schont das Treppenhaus.

Das wurde mit Kunst aus der Region gestaltet. 30 Künstlerinnen aus der Malgruppe Selma haben für dieses Objekt Bilder gefertigt. Freundliche Motive, die das lichte Objekt beleben. Die Außengestaltung hat der Künstler Ronny Claus übernommen. Er hat allen Generationen eine Gestalt gegeben.

   

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