Wolmirstedt l Die erste Sonderausstellung in diesem Jahr widmet das Museum Wolmirstedt der Kunst. Barbara und Joachim Hoeft aus Haldensleben stellen eine Symbiose aus Fotografie und Skulpturen aus. Alte, bereits schon einmal benutzte Sandsteine gab Barbara Hoeft neue Formen, die in ihren Strukturen an alte Festungen oder architektonische Formen erinnern. Wie Museumsleiterin Annette Pilz resümiert, bestechen die "neuen" Skulpturen durch ihre klare und strenge Gliederung und verleihen ihnen eine neue Dimension.

Joachim Hoeft dagegen zeigt Fotografien von modernen Bauwerken. Von Architekturfotografie aber will er nicht sprechen, "die Bilder haben ein Eigenleben". Der Haldensleber richtet bei seinen fotogra- fischen Arbeiten den Blick auf besondere Details und deren Licht- und Schattenwirkung.

Wie die Museumsleiterin berichtet, wird die Ausstellung gut angenommen: "Die Be- sucher kommen nicht nur aus der Region." So durfte Annette Pilz Gäste begrüßen, die extra aus Magdeburg angereist sind, um die Sonderausstellung des Ehepaares Hoeft in Augenschein zu nehmen.

Barbara und Joachim Hoeft leben ihre Kunst in ihrer Freizeit aus. Das Talent aber wurden den beiden Lehrern für Mathematik und Kunsterziehung ganz offensichtlich mit in die Wiege gelegt. Die Ausstellung kann noch bis zum 4.Mai besichtigt werden. Und das zu den bekannten Öffnungszeiten: dienstags bis freitags von 9 bis 12 und 14 bis 17Uhr sowie sonntags von 10 bis 12 und 14 bis 17 Uhr. Die nächste Exposition lässt nicht lange auf sich warten, sie öffnet am 18. Mai und lautet "Johann Heinrich Schulze und die Fotografie". Schulze war ein deutscher Universalgelehrter und gilt als Entdecker der Lichtempfindlichkeit der Silbersalze, was für die Fotografie von epochaler Bedeutung war. 2014 jährt sich der Todestag des gebürtigen Colbitzer zum 270. Mal.