Der Brückenneubau in Ebendorf, der die Wohngebiete Mühlenfeld und Mühlenbreite verbindet, soll Schritt für Schritt an das Rad- und Wanderwegesystem angeschlossen werden.

Ebendorf l Seit 2013 sind die beiden Wohngebiete Mühlenfeld und Mühlenbreite in Ebendorf wieder durch eine Brücke verbunden. Diese führt über die Kleine Sülze, ist eine Stahlträgerkonstruktion mit Holzbelag, 5,50 Meter lang und zwei Meter breit. Stolze 60000 Euro kostete die Gemeinde das Ersatz-Bauwerk. Aber die Investition hat sich auch deshalb gelohnt, weil das parkähnliche Gelände von Anwohnern und der Gemeinde sorgsam gepflegt wird und die Ebendorfer in der Idylle gern flanieren. "Ein Manko sind lediglich die unbefestigten Wege, besonders für junge Mütter mit Kinderwagen oder auch Radfahrer. Aber dafür finden wir bestimmt eine Lösung", sagt Ortsbürgermeister Manfred Behrens (CDU).

Um die richtigen Entscheidungen zu treffen, fand in der Vorwoche eine Vor-Ort-Begehung durch Mitglieder des Ortsgemeinderats und Verantwortliche der Verwaltung aus Barleben statt. Ortsrätin Karin Baudisch liegt die grüne Oase besonders am Herzen. "Sieht das hier nicht aus wie ein kleiner Wörlitzer Park?" Und Manfred Behrens erinnerte bei dem Spaziergang zur Brücke daran, dass bei der Erschließung der beiden Neubaugebiete ursprünglich nicht vorgesehen war, eine Verbindung über die Kleine Sülze herzustellen. Doch damals hatte ein Anwohner auf eigene Kosten eine Fußgängerbrücke aus Holz errichtet.

Diese private Initiative war seinerzeit von der Gemeinde dankbar angenommen worden. Die hölzerne Konstruktion wurde allerdings nach einigen Jahren so marode, dass die Brücke nicht mehr gefahrlos überquert werden konnte. Sie wurde aus sicherheitstechnischen Gründen vor drei Jahren abgerissen. Seit dem Vorjahr kann die kürzeste Verbindung zwischen den beiden Wohngebieten wieder genutzt werden.

Die Brücke im Sinne der Naherholung in das System der Rad- und Wanderwege einzubinden, war schon bei der Eröffnung im Vorjahr im Gespräch. "Heute geht es darum, die Möglichkeiten vor Ort zu prüfen", sagte der Ortsbürgermeister. Bauamtsleiterin Nadine Schlottag und Sachbearbeiter Bernd Dummernix hatten dazu einen Katasterauszug mitgebracht. "Ein Großteil ist Gemeindeland, die restlichen Besitzverhältnisse müssen geprüft werden. Außerdem ist eine Abstimmung mit dem Unterhaltungsverband notwendig", sagten die Verantwortlichen. Angedacht ist, die bereits genutzten, unbefestigten Wege auszubauen. Da der Weg in Richtung Barleben nördlich an dem Weiher entlangführt, wo der geschützte Biber lebt, muss möglicherweise auch das bedacht werden. "Wir müssen davon ausgehen, dass das Projekt aus finanziellen Gründen nur in kleinen Schritten realisiert werden kann. Und überhaupt: eine Schotterung wäre ausreichend", gibt sich Manfred Behrens bescheiden, aber hoffnungsvoll, bald eine Lösung präsentieren zu können.