Die Colbitzer setzen eine im Jahr 1989 begonnene Tradition fort. Alljährlich pflanzen sie auf dem Museumshof der Gemeinde den Baum des Jahres. Am Donnerstag setzten Schul- und Kita-Kinder eine Traubeneiche in den Boden.

Colbitz l Traubeneichen sind in der Colbitz-Letzlinger Heide häufig anzutreffen. "Sie ist nach der Stieleiche die häufigste in Europa anzutreffende Eichenart", berichtete Revierförster Holger Peine zu Beginn der Pflanzaktion. Das Betreuungsforstamt Letzlingen hatte dafür den Eichensetzling bereitgestellt.

"Traubeneichen können bis zu 1000 Jahre alt und maximal 40 Meter hoch werden. Dabei erreichen sie einen Stammdurchmesser von bis zu zwei Metern. Eichenholz ist seit Jahrtausenden wegen seiner hervorragenden Festigkeitseigenschaften ein begehrtes Bau-, Konstruktions- und Möbelholz", informierte der Förster weiter.

Dann griffen Emil und Tabea aus der Kita "Heideblümchen" sowie Susan und Christopher aus der Grundschule "Johann Heinrich Schulze" zu Spaten und Gießkanne, um die junge Traubeneiche in den Boden zu bringen.

"Der Baum hat auf dem Museumshof reichlich Gesellschaft, denn hier pflanzen wir seit 1989 - damals war es die Stieleiche - den Baum des Jahres", betonte Bürgermeister Heinz Kühnel. An allen Bäumen der mittlerweile stattlichen Allee sind Informationstafeln angebracht, die die Besonderheiten des jeweiligen Baumes hervorheben.

Gäste der Pflanzaktion waren nicht nur die Grundschüler und Kita-Kinder, sondern auch Mitglieder der Forstbetriebsgemeinschaft Colbitz-Lindhorst. Geschäftsführer Kurt Peine übergab wieder Geldspenden an Grundschule und Kita. Während das Geld in der Schule für die Instandhaltung des Tast- und Fühlgartens verwendet wird, soll es in der Kita für die Gestaltung des Freigeländes genutzt werden.