Im Förderturm des Kaliwerkes Zielitz sind seit einigen Jahren Wanderfalken zuhause. Derzeit wird wieder Nachwuchs großgezogen. Über die Osterfeiertage schlüpften vier Jungvögel. Im Internet kann die Aufzucht live verfolgt werden.

Zielitz l Schon im Februar begann das Wanderfalkenpaar damit, die Nistmulde im Nest anzulegen. Mitte März erfolgte die Eiablage. Pünktlich zum Osterfest schlüpften dann zwischen dem 19. und 23. April vier Jungvögel.

Dank einer vor einigen Jahren installierten Web-Kamera kann jeder Internetnutzer live dabei sein, wenn Vater und Mutter Wanderfalke die Jungtiere füttern. Lediglich nachts ist das nicht möglich.

Im Jahr 2010 fand die erste Wanderfalkenbrut mit einem flügge gewordenen Jungvogel statt. Ein Jahr später wurde trotz ständiger Anwesenheit eines Wanderfalkenpaares kein Jungvogel großgezogen. Dafür war der Brutverlauf mit drei flügge gewordenen und auch beringten Jungvögeln im Jahr 2012 sehr erfolgreich. Im vergangenen Jahr hatten die Vögel zwar Eier abgelegt, doch aus bisher unbekannten Gründen nicht ausgebrütet. "Das Jahr 2014 startete bisher sehr vielversprechend", freut sich Rudi Schröter, Mitarbeiter Umweltschutz im Kaliwerk Zielitz, über den offensichtlich erfolgreichen Brutverlauf. Der Nistplatz befindet sich in schwindelerregender Höhe am Förderturm und gewährleistet eine ungestörte Brutpflege und Jungvögelaufzucht. Voraussichtlich am 11. Mai sollen die jungen Wanderfalken von einem Fachmann der Vogelschutzwarte Hiddensee beringt werden.

Weitere Aktivitäten im Kaliwerk für den Artenschutz

Das Kaliwerk Zielitz hat sich schon seit vielen Jahren erfolgreich dem Artenschutz verschrieben. Dazu zählen unter anderem Nistplätze für Turmfalken auf dem Werksgelände, die jährliche Beringung der Nestlinge, die Schaffung von Nistgelegenheiten an Gebäudefassaden für Mauersegler und die Anbringung von Fledermaus-Fassadenröhren an Werksgebäuden.

Unter www.wanderfalken-zielitz.de sind Liveeinblicke in die "Kinderstube" der Wanderfalken möglich.