Mose l Dichter Pflanzenbewuchs am Grund, lange Wärmeperioden und wenig Niederschlag setzen dem Dorfteich in Mose bei Wolmirstedt jedes Jahr aufs Neue zu. "Im Wasser herrscht Sauerstoffmangel, es wird nicht genügend belüftet", erklärt Ulrich Große, Zugführer bei der Feuerwehr Wolmirstedt. Die Folge: Der Teich "kippt um" und verströmt bei Hitze sogar einen modrigen Geruch. Um - zumindest vorübergehend - Abhilfe zu schaffen, haben Kameraden der Feuerwehr den Teich "beatmet".

Insgesamt zehn Brandschützer aus Mose, Wolmirstedt und Glindenberg waren an der Aktion beteiligt. Mithilfe von drei Pumpen saugten sie am vergangenen Sonnabend von 8 Uhr an das trübe Wasser ab. Gleichzeitig spritzten sie es mit langen Schläuchen wieder zurück in den Weiher.

"Wenn alles optimal läuft, pumpen wir etwa 240.000 Liter pro Stunde", erläuterte Thomas Nagel, Wehrleiter in Mose. Durch die Bewegung solle neuer Sauerstoff ins Wasser gelangen und zum Gleichgewicht des Teiches beitragen. So brauchen Fische beispielsweise gelösten Sauerstoff für ihre Kiemenatmung.

Immer wieder mussten die Feuerwehrmänner die Pumpen während der vierstündigen Aktion jedoch kurzzeitig abstellen, weil Pflanzenreste und Schlamm die Filter der Geräte verstopften. Während die einen Kameraden die Filter säuberten, zogen andere vom Ufer aus zusätzlich Grünzeug aus dem Teich. "Der positive Nebeneffekt ist: Die Pflanzen werden gleich mit raus- gefischt", sagte Thomas Nagel.

Die Pump-Aktion, fügte der Wehrleiter hinzu, wiederhole sich jedes Jahr aufs Neue. Für eine vollständige Sanierung inklusive Entschlammung des Teiches fehlt momentan das Geld. "Wir müssen noch einen Fördertopf finden, erklärte Ortsbürgermeisterin Helga Steinig.

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