Der Architekt für die neue Hermsdorfer Bördegrundschule steht fest. Nach aufwändigem Vergabeverfahren hat der Gemeinderat den von einer Jury vorgeschlagenen Favoriten bestätigt. Für alle drei Standortvarianten.

HoheBörde/Hermsdorf l Drei Architekten waren in die Endrunde des nichtöffentlichen Vergabeverfahrens gekommen. Vier Mal hatte eine Jury getagt und die anonymisierten Entwürfe nach einem Kriterienraster bewertet.

Jeder der drei Architekten hatte seine Entwürfe zu drei Standort-Varianten des Ersatzneubaus für die Börde-Grundschule eingereicht: erstens fu¨r den Neubau einer zweizu¨gigen Grundschule mit Hort und Sporthalle in der Hermsdorfer Dorfmitte, zweitens fu¨r den Umbau und die Sanierung der vorhandenen zweizu¨gigen Hermsdorfer Bo¨rde-Grundschule mit Hort und Sporthalle und drittens fu¨r den Neubau mit Sporthalle und Hort auf der Freifla¨che zwischen Hermsdorf und Hohenwarsleben. Für jede dieser drei Standortvarianten galt es den besten Architektenentwurf zu finden.

Ein Architekturbüro siegt bei allen Varianten

Die Architekten mussten Kriterien wie die Schülerkapazität von 170 Schülern, das pädagogische Konzept der Grundschule, energiesparende Bauweise oder die Verkehrsanbindung erfüllen.

Für jedes Bewertungskriterium hatte die Jury für jeden Vorschlag Punkte vergeben. Die Architekturbüros konnten ihre Entwürfe persönlich erläutern und auf Fragen der Jury eingehen. Begleitet wurde die Jury von einem externen Planungsbüro, das sich auf europaweite Ausschreibungs- verfahren dieser Größenordnung spezialisiert hat. Immerhin geht es um bisher veranschlagte Investitionskosten von sieben Millionen Euro.

Für alle drei Standorte hat das Haldensleber Architekturbüro "A+I" das Votum der Jury bekommen. Der Gemeinderat ist in dieser Woche der Juryempfehlung gefolgt. Damit steht lediglich fest, welches Architekturbüro die Planungsleistungen schließlich ausführen wird. Die Finanzierung des Baus ist nach wie vor offen.

Offen ist auch die ab- schließende Beantwortung der Standortfrage. Der Gemeinderat tendiert mehrheitlich für die Variante eines Neubaus auf der "grünen Wiese" zwischen Hermsdorf und Hohenwarsleben. Der Hermsdorfer Ortschaftsrat favorisiert hingegen einen Schulneubau in der Dorfmitte - auf dem jetzigen Schulparkplatz. Die Sporthalle soll bei dieser Variante in die bauliche Hülle der jetzigen Schule integriert werden.

Standortfrage muss noch geklärt werden

Die dritte Variante eines Um- und Erweiterungsbaus des jetzigen Bestands hat aufgrund der eingrenzten baulichen Möglichkeiten bisher weniger Aussichten auf Umsetzung.

Nächster Schritt der Gemeinde wird nun eine Beantragung von Fördermitteln beim Land Sachsen-Anhalt sein. Für diesen Antrag muss die Standortfrage geklärt sein. Die Gemeinde zielt auf Fördermittel des Landesprogramms STARK III ab, Förderkriterien dieses Programms wiederum hängen von den Schwerpunkten der neuen Förderphase der EU ab. Ohne die Landesmittel ist das Vorhaben nicht finanzierbar.

Es wird einer der ersten Aufgaben des neuen Gemeinderates sein, die Standortfrage zu klären und den Förderantrag zu stellen, so bald die Förderkriterien des Landesprogramms STARK III bekannt sind.

   

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