Thomas Rückher hat ein sehr interessantes Buch über Gegenwart und Geschichte des Truppenübungsplatzes Altmark geschrieben. Der Oberstabsfeldwebel ist auch Initiator der bekannten Ausstellung im Gefechtsübungszentrum (GÜZ).

Letzlingen l Thomas Rückher beginnt sein Buch mit Friedrich Wilhelm IV., der 1840 zum Preußenkönig gekrönt wurde. "Mit ihm konnte ich eine Brücke von der Vergangenheit zur Gegenwart schlagen", sagt der Autor und verweist auf die Sehenswürdigkeiten von Letzlingen - das Jagdschloss und die Schlosskirche - die Friedrich Wilhelm IV. einst errichten ließ.

Rückher schildert die forstwirtschaftliche Bedeutung der Colbitz-Letzlinger Heide, die später von den jeweils herrschenden Oberen auch gern zur Staatsjagd genutzt wurde.

Ein Kapitel ist der Heeresversuchsstelle Hillersleben gewidmet, für deren Bau mehrere Dörfer und riesige Waldflächen weichen mussten. Sehr detailliert schildert Rückher die einzelnen Platzteile. Nach dem Zweiten Weltkrieg stationierte die Rote Armee zehntausende Soldaten, Unmengen von Militärtechnik und sogar Nuklear-Raketen in der Colbitz-Letzlinger Heide.

Nach dem Abzug der Sowjetarmee übernahm die Bundeswehr das Areal und errichtete hier das wohl weltweit modernste Gefechtsübunsgzentrum.

Hier ist Thomas Rückher seit dem Jahr 2009 im Auswertedienst des Ausbildungsbereiches tätig. "Nachdem ich erkannte, welche eindrucksvolle Geschichte der Truppenübungsplatz Altmark zu bieten hat, beschloss ich im Februar 2010 eine Ausstellung aufzubauen", erzählt der in Mannheim geborene Offizier. Nach zweijähriger intensiver Tätigkeit konnte die Ausstellung im Februar 2012 eröffnet werden. Inzwischen haben die zahlreichen interessanten Exponate schon viele Besucher beeindruckt.

"Bei den Führungen durch die Ausstellung wurde mir bewusst, dass noch detailliertere Informationen über Geschichte und Gegenwart des Gefechtsübungszentrums fehlen. So stellte ich mich einer neuen Aufgabe und schrieb dieses Buch", spricht Thomas Rückher über seine Motivation.

Obwohl er durch seine mehrjährige Tätigkeit im Gefechtsübungszentrum über Insiderkenntnisse verfügt, lässt er bei der Vorstellung der einzelnen Teilbereiche Soldaten, Offiziere oder Mitarbeiter des Unterstützungsbereiches zu Wort kommen. Mit diesen Interviews gewinnt das Buch deutlich an Authentizität.

Zu Wort kommen auch Zeitzeugen wie Elsbeth Marciniak aus Born, Klaus-Peter Keweloh aus Hillersleben oder Dr. Karl-Ulrich Kleemann aus Letzlingen.

Nach 15 Monaten intensiver Arbeit ist das Buch "Gefechtsübungszentrum Heer - Mein Standort und seine Geschichte von 1843 bis 2013" jetzt fertiggestellt. "Ich freue mich über das große Interesse. Die erste Bestellung war schnell vergriffen", sieht sich der Autor bestätigt.

Das Buch kann sowohl im Buchhandel, als auch im Internet bestellt werden. Es ist auch als E-Book erhältlich.