Die Jugendwehren in den Ortsteilen Barleben und Meitzendorf sind auf einem guten Weg. Zum alljährlichen Berufsfeuerwehrtag bewiesen die 15 jungen Brandhelfer ihr hohes theoretisches Wissen wie auch ihr praktisches Handeln.

Meitzendorf l Menschen aus Gefahrensituationen retten, Brände löschen und ausgelaufene Flüssigkeiten aufnehmen. Die Anspannung bei den 15 Mitgliedern der Jugendfeuerwehren aus Barleben und Meitzendorf war groß, denn beim zweitägigen Berufsfeuerwehrtag der Gemeindefeuerwehr Barleben erlebten die jungen Brandhüter Feuerwehr pur. Doch der 24-Stunden-Tag war im Vorfeld gut vorbereitet, standen ihnen in dieser Zeit mit Tino Meinert und Steven Kraft zwei bewährte Jugendfeuerwehrwarte zur Seite.

Über den Ausbildungsstand der Jugendlichen informierten sich vor Ort aber auch der Gemeindejugendfeuerwehrwart Bernd Heuer sowie der amtierende Gemeindewehrleiter Daniel Säuberlich.

Vor dem Ausbildungsbeginn wurden die jungen Brandhüter den einzelnen Fahrzeugen zugeteilt. Bereitgestellt waren der Tanklösch-, der Löschgruppen- und der Einsatzleitwagen. Der Alltag bei der Berufsfeuerwehr, das spürten die Jugendlichen recht schnell, besteht nicht nur aus Einsätzen. So wurden ihnen anfangs Inhalte der Unfallverhütung vermittelt. Doch der erste "ernsthafte" Einsatz ließ nicht lange auf sich warten - ein Windrad brennt, hieß es von der Leitstelle. Nur wenige Augenblicke später rückten die jungen Kräfte aus und nahmen vor Ort die Lageerkundung vor. Entwarnung, schließlich war es nur eine Übung, hatte lediglich Unrat gebrannt, der mittels Kübelspritze schnell gelöscht werden konnte. Zurück im Feuerwehrgerätehaus hieß es wieder Theorie pauken: Erste Hilfe und der Umgang mit tragbaren Leitern waren die Themen. Zu vorgerückter Stunde, die Jugendlichen ließen es sich beim Grillen schmecken, lief die zweite Gefahrenmeldung auf: Verunfallter Lkw mit eingeklemmten Personen in einem Tankstellenbereich. Während der Menschenrettung mittels Hebekissen wurde gleichzeitig der Brandschutz sichergestellt. Die letzte Einsatzmeldung lief gegen 22 Uhr auf - zwei Personen wurden in der Nähe des Kanals vermisst.

Die Nachtruhe danach war kurz, der zweite Ausbildungstag angereichert mit Freizeit, Sport, aber das bei voller Einsatzbereitschaft. So schlug urplötzlich die Brandmeldeanlage in der Kindertagesstätte "Barleber Schlümpfe" an, gab es eine Rauchentwicklung im Barleber Schützenhaus. Zwischen den Einsätzen legten die Jugendlichen die theoretischen Prüfungen für die Jugendflamme 1 bzw. 2 ab. Unter dem Strich ein erfolgreiches Wochenende, das den Verantwortlichen die Sicherheit gibt, der Feuerwehrnachwuchs ist auf einem guten Weg.

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